Erste Eindrücke
Der Ebonite Destiny Pearl wurde im Juni 2018 als Teil der Destiny-Serie veröffentlicht und dient als Nachfolger der erfolgreichen Cyclone-Reihe. Der Ball ist in zwei verschiedenen Farbvarianten erhältlich, darunter eine Kombination aus Gold und Silber sowie eine Variante in Saphir. Technisch ist der Ball mit dem Destiny Core ausgestattet, einem symmetrischen Kern, der einen RG-Wert von 2.53 und ein Differential von 0.038 aufweist. Diese Werte sind darauf ausgelegt, eine mittlere bis lange Gleitphase zu unterstützen, bevor die Bewegung im Backend einsetzt. Als Coverstock verwendet Ebonite das GB 10.7 Pearl Reactive, welches auf der bewährten Gamebreaker-Technologie basiert, aber für diese Preisklasse angepasst wurde. Die Oberfläche wird werkseitig mit einem 500/1000 Abralon-Finish bearbeitet und anschließend mit Power Gloss Polish veredelt. Diese Kombination aus einer moderaten Kernstärke und einer polierten Oberfläche soll für ein sauberes Durchlaufen der Front und eine definierte Reaktion am Breakpoint sorgen.
Vergleichsanalyse
Innerhalb des Marktes zum Zeitpunkt des Release lässt sich der Ebonite Destiny Pearl gut mit dem Columbia 300 Nitrous vergleichen. Während der Columbia 300 Nitrous eine sehr ähnliche Zielgruppe anspricht, bietet der Destiny Pearl durch das GB 10.7 Cover eine etwas kräftigere Reaktion, wenn er auf Friction trifft. Im Vergleich zum Storm Tropical Surge zeigt der Ebonite Destiny Pearl ein deutlich höheres Potenzial für den Hook und eine stärkere Richtungsänderung im Backend, da der Destiny Core mehr Flare erzeugt als der Kern der Tropical-Serie. Verglichen mit einem Benchmark-Ball wie dem Brunswick Rhino bietet der Destiny Pearl mehr Midlane-Stabilität und eine aggressivere Bewegung in die Gasse. Gegenüber dem Hammer Vibe Blue bietet der Destiny Pearl eine etwas längere Flugphase durch die Front, reagiert dafür aber am Ende des Ölmusters etwas schärfer. Diese Einordnung zeigt, dass der Ball zwar im Einstiegssegment angesiedelt ist, leistungstechnisch aber viele Bälle der unteren Mittelklasse herausfordert, indem er eine kontrollierte Länge mit einem spürbaren Backend-Snap kombiniert.
Praktische Anwendung
Die praktischen Einsatzmöglichkeiten des Ebonite Destiny Pearl liegen vornehmlich auf leichten bis mittleren Ölmengen. Auf typischen Hausmustern (THS) bietet er eine hervorragende Lösung, wenn die Bahnen im Laufe einer Serie anfangen abzutrocknen und die Front an Öl verliert. Der Ball ermöglicht es dem Spieler, die Leisten effektiv zu nutzen, ohne dass der Ball zu früh an Geschwindigkeit verliert oder vorzeitig in den Hook geht. Für Spieler mit einer moderaten Ballgeschwindigkeit ist der Destiny Pearl ein ideales Werkzeug, um eine saubere Linie zur Gasse zu halten, während Spieler mit hoher Rev-Rate den Ball nutzen können, um extreme Winkel zu spielen, sobald die Transition auf den Bahnen einsetzt. Die Stärke des Balls liegt in seinem Carry, da er trotz seiner Positionierung im preisgünstigen Segment genügend kinetische Energie bis zu den Pins transportiert. Auf sehr langem oder hohem Ölvolumen wird der Ball jedoch an seine Grenzen stoßen, da die polierte Oberfläche nicht genügend Friction erzeugt, um rechtzeitig aus dem Öl zu kommen. In solchen Fällen dient er eher als Ergänzung zu einem stärkeren Solid-Ball. Für Bowler, die einen kontrollierbaren Pearl-Ball suchen, der nicht unvorhersehbar reagiert, bietet dieses Modell eine konsistente Performance über mehrere Spiele hinweg.