Erste Eindrücke
Der im Oktober 2018 veröffentlichte Ebonite Destiny Hybrid tritt ein schweres Erbe an, da er als direkter Nachfolger der legendären Cyclone-Serie konzipiert wurde. Im Herzen des Balls arbeitet der bewährte Cyclone Torque Kern, ein symmetrisches Design, das für dieses Preissegment beeindruckende Leistungsdaten liefert. Mit einem RG von 2.53 und einem sehr hohen Differential von 0.053 (bei 15 lbs) bietet der Destiny Hybrid deutlich mehr Flare-Potenzial als die meisten anderen Bälle im Einstiegsbereich. Umhüllt wird dieser Kern von der GB 11.2 Hybrid Reactive Oberfläche, einer Weiterentwicklung der Game-Breaker-Chemie. Das werksseitige Finish, bestehend aus einem Schliff mit 500/1000 Abralon und anschließender Powerhouse Factory Finish Politur, verleiht dem Ball in Purple/Platinum/Black eine glänzende Optik, die einfache Länge durch die Front verspricht, gepaart mit einer aggressiven Reaktion auf trockene Leisten.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger, dem Ebonite Cyclone, zeigt der Destiny Hybrid eine spürbare Leistungssteigerung. Während der Kern identisch blieb, sorgt das Upgrade von der GB 10.7 (Cyclone) auf die GB 11.2 Hybrid Schale für eine bessere Haftung im Öl und eine stärkere Gesamtreaktion, ohne die einfache Länge zu opfern. Zieht man einen Wettbewerber heran, positioniert sich der Destiny Hybrid deutlich aggressiver als ein Storm Tropical Surge. Während der Tropical Surge eher für sehr trockene Bahnen und kontrolliertes Spiel gedacht ist, erlaubt das hohe Differential des Destiny Hybrid (0.053 vs. 0.024 beim Surge) viel mehr Richtungsänderung und Hook-Potenzial. Er agiert eher auf dem Niveau eines Roto Grip Hustle, bietet aber durch den stärkeren Kern oft noch etwas mehr Bewegung im Backend.
Praktische Anwendung
Der Ebonite Destiny Hybrid ist der ideale Ball für leichte bis mittlere Ölbedingungen. Für Einsteiger, die ihren ersten Reaktiv-Ball kaufen, bietet er ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, da er genug Hook erzeugt, um die Funktionsweise moderner Bowlingbälle zu erlernen, ohne schwer kontrollierbar zu sein. Für fortgeschrittene Turnierspieler ist er eine hervorragende Option für "verbrannte" Bahnen oder späte Blöcke. Wenn stärkere Bälle zu früh Energie verlieren und das Carry leidet, ermöglicht der Destiny Hybrid dank seiner Politur und des hohen RGs, die Front sauber zu passieren und die Energie für die Pins zu bewahren. Er ist jedoch nicht für schweres Öl geeignet, da er dort durch die Politur zu weit rutschen würde.