Erste Eindrücke
Der Storm Code Supreme markiert eine spannende Erweiterung der legendären Code-Serie und sticht optisch sofort durch seine markante Farbkombination aus Weiß, Dunkelrot und Burgunder hervor. Technisch setzt Storm hier auf eine bewährte, aber für diesen Release modernisierte Plattform: Im Herzen des Balls arbeitet der berühmte asymmetrische RAD4-Kern, der bereits Klassikern wie dem Code Black seine unverwechselbare Identität verlieh. Dieser Kern zeichnet sich durch ein extrem hohes Differential (0.058 bei 15 lbs) und ein starkes Intermediate Differential (0.020) aus, was physikalisch für ein enormes Drehmoment sorgt. Umhüllt wird dieser Kraftprotz von der EXO Pearl Reactive Oberfläche. Dies ist ein entscheidendes Upgrade, da die EXO-Technologie (bekannt aus der DNA-Serie) deutlich moderner und griffiger ist als ältere Pearl-Mischungen. Mit einem werkseitigen Finish von 1500-grit Polish präsentiert sich der Ball glänzend und bereit, Länge zu generieren, verströmt dabei den für Storm typischen Duft, hier in der Note "Blueberry".
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich innerhalb der Storm-Familie positioniert sich der Code Supreme als eine aggressivere Weiterentwicklung des populären Code Black. Während der Code Black mit seiner R2S Pearl Oberfläche oft als der "Goldstandard" für Skid/Flip-Reaktionen galt, bringt der Code Supreme durch die EXO Pearl Schale mehr Traktion in der Ölspur mit, ohne dabei die Eckigkeit am Breakpoint zu opfern. Er lässt sich am besten als Schnittmenge zwischen dem Dark Code (ReX Pearl Cover) und dem Code Black einordnen. Gegenüber Bällen mit dem R2S Cover liest der Code Supreme die Bahn einen Tick früher und reagiert weniger empfindlich auf "Carrydown", behält aber die für den RAD4-Kern charakteristische, fast rechtwinklige Richtungsänderung bei. Im Vergleich zu aktuellen Bällen anderer Hersteller könnte man ihn in die Kategorie eines "Big Asym Pearl" einordnen, ähnlich einem Attention Star von Roto Grip, wobei der RAD4-Kern des Supreme oft eine noch schnellere Responsezeit an der Reibung aufweist.
Praktische Anwendung
Das ideale Einsatzszenario für den Code Supreme sind Medium- bis Heavy-Oil-Bedingungen, bei denen die Bahn bereits etwas "Transition" erfahren hat, aber noch genügend Öl im Front-Bereich liegt. Dank der polierten Oberfläche gleitet der Ball mühelos durch die Front (Heads) und speichert seine Energie für das letzte Drittel der Bahn. Sobald er auf Reibung trifft, entfaltet der RAD4-Kern sein volles Potential und sorgt für einen drastischen, definierten Hook in die Gasse. Er ist besonders effektiv für Spieler, die den Ball gerne "öffnen" (den Winkel vergrößern) möchten. Wenn matte Bälle zu früh Energie verlieren oder symmetrische Bälle nicht genug Einschlagswinkel generieren, ist der Code Supreme die Waffe der Wahl. Er sollte jedoch mit Vorsicht auf sehr trockenen Bahnen eingesetzt werden, da die aggressive Reaktion hier zu schwer kontrollierbar sein könnte. Zusammenfassend ist er ein Spezialist für steile Winkel und spektakulären Pin-Carry, wenn das Ölvolumen es zulässt.