Erste Eindrücke
Der im Juni 2023 als internationaler Release (Overseas) erschienene Storm Code Battle markiert die Rückkehr einer legendären Konfiguration auf den Markt. Technisch ist dieser Ball eine Hommage an den berühmten Code Black. Im Zentrum arbeitet der ikonische RAD4 Core, ein asymmetrischer Gewichtsblock, der mit einem RG von 2.50, einem extrem hohen Differential von 0.058 und einem starken Intermediate Differential von 0.020 (bei 15 lbs) spezifiziert ist. Diese Kerndaten stehen für maximales Drehmoment und eine sehr schnelle Reaktion am Breakpoint. Kombiniert wird dieser aggressive Motor mit der bewährten R2S Pearl Reactive Oberfläche. Das werksseitige 1500-Grit Polished Finish (Reacta Gloss) sorgt für eine spiegelglatte Optik und garantiert, dass der Ball mühelos durch die Fronts gleitet, um seine gesamte Energie für das Backend zu bewahren.
Vergleichsanalyse
Technisch ist der Code Battle nahezu identisch mit dem legendären Storm Code Black. Im Vergleich zum Storm Dark Code, der ebenfalls den RAD4 Kern nutzte aber die stärkere ReX Pearl Schale hatte, agiert der Code Battle deutlich sauberer durch die Köpfe und reagiert weiter hinten auf der Bahn (down lane). Der Dark Code las die Midlane früher, während der Code Battle mehr Länge generiert und einen noch schärferen "Hockey-Stick"-Knick vollzieht. Zieht man den Storm Phaze V als Referenz heran (symmetrisch, R2S Pearl), so bietet der Code Battle bei ähnlicher Länge durch die Front ein wesentlich aggressiveres Aufstellen am Breakpoint. Durch das hohe Intermediate Differential des asymmetrischen Kerns reagiert er schneller auf Friction und generiert mehr Winkel als der rundere Phaze V. Gegenüber einem Roto Grip Exotic Gem ist er deutlich schwächer im Gesamthook und viel länger, was ihn zur besseren Wahl macht, wenn die Bahn abtrocknet.
Praktische Anwendung
Der Storm Code Battle ist der Inbegriff eines Skid-Flip-Balls für Medium-Oil-Bedingungen. Er glänzt in Situationen, in denen man Länge benötigt, aber am Ende des Musters eine gewaltige Richtungsänderung braucht, um die Pins durcheinanderzuwirbeln. Er ist prädestiniert für die Transition-Phase, wenn die Fronts bereits trocken sind und "stumpfe" Bälle zu früh Energie verlieren. Der Ball erlaubt es dem Spieler, sich weit nach links zu stellen und den Ball weit nach rechts herauszuwerfen (bei Rechtshändern). Der RAD4 Kern sorgt dafür, dass der Ball auch aus steilen Winkeln energisch zurückkommt und das Deck mit viel Entry-Angle trifft. Auf frischem, langem Öl könnte er jedoch zu sensibel auf den exakten Breakpoint reagieren (Over/Under), weshalb er meist als zweite oder dritte Option im Turnierverlauf seine volle Stärke ausspielt.