Erste Eindrücke
Der Pyramid Blood Moon Rising wurde am 24. November 2017 als High-Performance-Modell innerhalb der Moon-Serie veröffentlicht. Er präsentiert sich optisch in einer kraftvollen Black/Red-Mischung mit einem matten Finish. Im Inneren des Balls arbeitet der asymmetrische SG 19.5 Dual Density Core, der bereits in der Divergent Path-Reihe erfolgreich eingesetzt wurde. Bei einem 15-Pfund-Gewicht verfügt der Kern über ein niedriges RG von 2.499, ein solides Differential von 0.051 und ein Mass Bias Differential von 0.020. Als Coverstock kommt das GPS Navigational Hybrid Reactive zum Einsatz, das werkseitig mit einem 2000-Grit Abralon Finish bearbeitet wurde. Diese technischen Daten zielen darauf ab, eine frühzeitige Reibung im mittleren Bahnbereich mit einer dennoch winkeligen Reaktion im Backend zu kombinieren.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zum ursprünglichen Pyramid Blood Moon, der einen symmetrischen Kern und eine polierte Solid-Oberfläche nutzt, bietet der Blood Moon Rising durch seinen asymmetrischen SG 19.5 Kern eine deutlich aggressivere Richtungsänderung und ein höheres Flare-Potential. Während das Vorgängermodell eher durch Länge und eine kontrollierte Bewegung besticht, greift der Blood Moon Rising das Ölmuster früher an. Verglichen mit dem Storm Phaze II, einem Benchmark-Ball mit symmetrischem Kern, zeigt der Blood Moon Rising aufgrund seiner asymmetrischen Architektur eine schärfere Bewegung am Breakpoint und reagiert empfindlicher auf Handpositionen. In Gegenüberstellung zum Motiv Jackal Legacy agiert der Blood Moon Rising insgesamt etwas schwächer in der Gesamthook-Leistung, was ihn zu einer idealen Ergänzung macht, wenn der Jackal Legacy zu früh zu viel Energie verliert. Er ordnet sich leistungsmäßig zwischen extremen Heavy-Oil-Monstern und klassischen Benchmark-Hybriden ein.
Praktische Anwendung
Der Pyramid Blood Moon Rising wurde speziell für mittlere bis schwere Ölbedingungen entwickelt. Er soll Spielern helfen, die eine starke Midlane-Reaktion benötigen, ohne auf einen energiegeladenen Abschluss in der Gasse verzichten zu wollen. Die Hybrid-Oberfläche sorgt dafür, dass der Ball in der Front der Bahn nicht übermäßig reagiert, aber im Öl genug Traction findet, um stabil zu bleiben. Dies macht ihn besonders effektiv für Spieler, die mit moderaten Ballgeschwindigkeiten agieren oder die Gasse auf frischen Ölmustern suchen. In der Praxis zeigt der Ball eine sehr berechenbare, aber kraftvolle Winkelbildung, die eine hohe Fehlertoleranz bietet, wenn das Ölmuster in der Mitte der Bahn noch kompakt ist. Er eignet sich hervorragend als Startball für den Ligabetrieb oder für Turniere, wenn eine stabile Basisreaktion mit starkem Carry gefragt ist, bevor die Transition einen Wechsel auf schwächere Pearl-Modelle erzwingt.