Erste Eindrücke
Der im Juli 2007 erschienene Brunswick Blast Zone präsentiert sich optisch in einer markanten Kombination aus Schwarz, Grün und Lila. Technisch basiert dieser Ball auf einer modernisierten Version des legendären Phantom Kerns, der historisch als erster asymmetrischer Kern mit zwei Pins und einer eingebauten Vorzugs-Spin-Achse gilt. In der Ausführung von 2007 wurde das asymmetrische Differential im Vergleich zu früheren Modellen der Zone Serie auf 0,020 gesteigert, um eine stärkere Dynamik zu erzeugen. Der Kern weist bei einem 15 Pfund Ball einen RG von 2,473 und ein Gesamtdifferential von 0,046 auf. Als Cover wird die bewährte Activator Hybrid Technologie verwendet, die hier als Mischung aus der Solid-Variante des Ultimate Inferno und der Pearl-Variante des Original Inferno zum Einsatz kommt. Ab Werk wird die Oberfläche mit einem 800 Grit Wet Sand Finish ausgeliefert, was dem Ball eine matte und griffige Textur verleiht.
Vergleichsanalyse
Innerhalb der damaligen Brunswick Hierarchie positionierte sich der Blast Zone als direktes Upgrade zum Strike Zone und bot durch den Hybrid-Aufbau mehr Vielseitigkeit. Im Vergleich zu einem reinen Solid-Ball wie dem Storm Phaze II zeigt der Blast Zone eine etwas sauberere Reaktion durch die Front, da der Anteil an Pearl-Material im Cover den Energieverlust im vorderen Teil der Bahn leicht verzögert. Gegenüber dem Brunswick Vapor Zone, der auf eine glattere Oberfläche und mehr Backend-Reaktion ausgelegt war, bietet der Blast Zone durch sein mattes 800er Finish deutlich mehr Friction im Midlane-Bereich. Während moderne Bälle oft extrem aggressive Backend-Reaktionen zeigen, bleibt der Blast Zone seiner Linie treu und liefert eine kontrolliertere, kontinuierliche Bewegung, die weniger zum Überreagieren neigt als beispielsweise ein sehr winkeliger Ebonite Warrior.
Praktische Anwendung
Das Haupteinsatzgebiet des Blast Zone liegt auf mittleren bis öligen Bahnbedingungen. Durch das matte Cover und den früh drehenden Kern soll das Modell für eine verlässliche Midlane-Recovery sorgen, ohne dabei in der Front zu früh an Energie zu verlieren. Für Spieler mit einer höheren Ballgeschwindigkeit bietet der Ball genügend Traktion, um auch auf frischen Ölmustern die Gasse sicher zu finden. Sollte die Transition auf der Bahn einsetzen und das Öl in der Front dünner werden, kann der Blast Zone aufgrund seiner asymmetrischen Kernwerte dazu neigen, etwas zu früh zu rollen, was durch eine Anpassung der Oberfläche mit Politur oder feineren Schleifpads ausgeglichen werden kann. Er eignet sich ideal als Benchmark-Ball für Turnierspieler, die eine berechenbare, aber kraftvolle Bogenform suchen, um die Transition auf den Leisten präzise zu lesen und einen konstanten Carry zu erzielen.