Erste Eindrücke
Der im September 2007 veröffentlichte Hammer Black Widow Clear unterscheidet sich grundlegend von den performanceorientierten Bällen der legendären Widow-Serie. Es handelt sich hierbei um einen Polyester-Ball (Plastic), der speziell für den geraden Lauf konzipiert wurde. Optisch besticht der Ball durch seine transparente Hülle, in die das ikonische schwarze Spinnen-Logo und der Kern optisch eingebettet sind, was ihm einen einzigartigen 3D-Look verleiht. Die Oberfläche ist werksseitig extrem hochglanzpoliert, um jegliche Reibung (Friction) auf der Bahn zu minimieren. Technisch ist der Ball so konstruiert, dass er keinen Flare erzeugt und das Differential vernachlässigbar ist. Das Ziel dieses Designs ist maximale Länge und ein absolut geradliniger Laufweg, völlig unabhängig von den vorherrschenden Ölbedingungen.
Vergleichsanalyse
Zieht man den Vergleich zur klassischen Hammer Black Widow (Solid) oder Pearl, verhält sich der Clear vollkommen gegensätzlich. Während die Reaktiv-Modelle mit dem Gas Mask Core für massiven Hook und starke Richtungswechsel im Backend bekannt sind, wurde dem Clear jegliche Aggressivität entzogen. Er dient als direkte Ergänzung, nicht als Konkurrenz. Vergleicht man ihn mit anderen Spare-Bällen wie dem Columbia 300 White Dot oder dem Storm Ice, bietet der Black Widow Clear fast identische Laufeigenschaften: Er ignoriert die Bahnbedingungen komplett. Der Unterschied liegt primär in der Ästhetik, da er Spielern, die bereits Bälle der Black Widow-Linie nutzen, die Möglichkeit gibt, optisch passend, aber funktional neutral auf Spares zu werfen.
Praktische Anwendung
Der Hammer Black Widow Clear hat ein klar definiertes Einsatzgebiet: das präzise Räumen von Einzelpins und Spares. Er ist die ideale Wahl, um Eckpins (wie den 10er Pin für Rechtshänder) sicher zu treffen, da er die Gefahr eliminiert, dass der Ball im letzten Moment an der Reibung der trockenen Außenleisten abbiegt. Zudem ist er auf extrem trockenen Bahnen oder komplett verbrannten Fronts oft die einzige Option, um überhaupt noch die Gasse zu finden, wenn selbst schwache Urethan- oder Reaktiv-Bälle unkontrollierbar haken. Er nimmt das Ölmuster komplett aus der Gleichung und erlaubt dem Spieler, sich rein auf Zielgenauigkeit und Geschwindigkeit zu verlassen.