Erste Eindrücke
Der Storm Bionic erscheint im Februar 2026 als nächste Evolutionsstufe der Ion-Linie und präsentiert sich in einer auffälligen Farbkombination aus Electric Blue, Magenta und Deep Purple – ein Design, das optisch an den legendären Halo von Storm erinnert, sich aber durch seine kräftigere Farbgebung eigenständig positioniert. Der Ball verströmt den Duft Cherry Cobbler. Im Kern arbeitet der neue Torsion™ A.I. Core, eine symmetrische Weiterentwicklung des Element Max™ A.I. Core aus dem Ion Max. Die charakteristische gestapelte Ellipsenstruktur wurde dabei in eine symmetrische Form überführt, wodurch die niedrige RG-Eigenschaft erhalten bleibt, aber in einem deutlich vielseitigeren Paket. Bei 15 lbs liegt der RG-Wert bei 2,47 und das Differential bei 0,050 – Werte, die sich im Bereich der stärksten symmetrischen Bälle im Storm-Portfolio bewegen. Das Kerndesign verbreitert sich bewusst zum Äquator hin, was dazu führen soll, dass Bohrungen den Kern gezielt schneiden und das effektive Differential erhöhen können. In Kombination mit der zentralen Masseverteilung und dem integrierten Flip Block entsteht am Backend die für Storm typische Drehmoment-Reaktion. Umhüllt wird der Kern vom NRG™ Hybrid Coverstock, einer Nano-verstärkten Hybridoberfläche, die erstmals beim Virtual Gravity™ Nano eingeführt wurde und für erhöhte Öl-Traktion durch mikrodynamische Oberflächenverbesserungen sorgen soll. Die Werksfinish-Einstellung liegt bei 4000 Grit Abralon, das Flare Potential wird als medium-hoch eingestuft. Insgesamt positioniert sich der Bionic im oberen Mid-Performance-Bereich und soll als universeller Benchmark-Ball auf mittleren bis schweren Ölbedingungen dienen.
Vergleichsanalyse
Der Storm Bionic ordnet sich in eine Gruppe starker symmetrischer Bälle ein, die aktuell von Modellen wie dem Phaze II von Storm (RG 2,48 / Diff 0,051 / TX-16 Solid), dem Rockstar von Roto Grip (RG 2,48 / Diff 0,050 / NanoStar Solid) und dem Vengeance von 900 Global (Blast A.I. Core / RB91 Solid) definiert wird. Mit seinem RG von 2,47 besitzt der Bionic den leicht niedrigsten RG-Wert dieser Gruppe, was auf ein etwas früheres Aufrollen in der Bahnmitte hindeutet. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im Cover: Während Phaze II, Rockstar und Vengeance allesamt Solid-Coverstocks verwenden, setzt der Bionic auf den NRG™ Hybrid. Das dürfte in der Praxis zu einem etwas saubereren Weg durch die Front und eine schnellere, direktionalere Reaktion am Backend führen. Erste Eindrücke bestätigen genau dieses Verhalten – der Ball zeigt im direkten Vergleich deutlich mehr Downlane-Bewegung und eine schärfere Richtungsänderung als die genannten Solid-Pendants. Besonders bemerkenswert ist, dass der Bionic trotz seines symmetrischen Kerns ein Bewegungsbild erzeugen soll, das stark an asymmetrische Bälle erinnert. Die Kombination aus niedrigem RG, vergleichsweise hohem Differential und dem NRG Hybrid Cover erzeugt eine Hockey-Stick-artige Formgebung, bei der der Ball sauber durch die Front gleitet und dann schnell und mit Energie die Richtung wechselt. Im Vergleich zum Vengeance von 900 Global wird der Bionic als etwas sauberer und schneller beschrieben, bei insgesamt ähnlicher Gesamtstärke – beide Bälle könnten sich als Ergänzung in einem Arsenal hervorragend eignen. Gegenüber dem Phaze II von Storm, der als der früheste und rundeste Ball dieser Gruppe gilt, bietet der Bionic mehr Länge und eine definierter ausgeprägte Backend-Reaktion. Innerhalb der Ion-Linie selbst positioniert sich der Bionic als Mittelstück zwischen dem stärkeren, asymmetrischen Ion Max (Element Max A.I. Core / NRG Solid) und dem saubereren Iron Pro (niedrigeres Differential / Solid Cover). Alle drei Bälle teilen die Ellipsen-Kernphilosophie, unterscheiden sich aber grundlegend in Kerngeometrie und Coverstock.
Praktische Anwendung
Der Storm Bionic dürfte sich als vielseitiger Benchmark-Ball für die Mitte des Arsenals etablieren, der auf mittleren bis schweren Ölbedingungen und mittleren bis längeren Bahnmustern seine Stärken ausspielen soll. Frische Bahnen und leichte Transition-Phasen stellen sein ideales Einsatzgebiet dar, wobei der Ball auch bei fortgeschrittener Transition noch überraschend lange mithalten können soll. Die Oberflächenanpassung über verschiedene Grit-Stufen erweitert den Einsatzbereich zusätzlich – mit mehr Oberfläche liest der Ball die Bahn früher, im polierten Zustand wird er sauberer und länger. Für Spieler mit niedrigerer bis mittlerer Umdrehungsrate und moderater Ballgeschwindigkeit dürfte der Bionic ein besonders attraktives Gesamtpaket bieten, da er trotz seiner Stärke genug Backend-Reaktion liefern soll, um zuverlässig Carry zu erzeugen. Spieler mit höherer Umdrehungsrate sollten beachten, dass der Ball aufgrund seiner Kombination aus starkem Core und reaktivem Hybrid-Cover durchaus schnell reagieren kann – hier empfehlen sich gegebenenfalls Pin-Down-Layouts oder ein größerer COG-Abstand für eine glattere, kontrolliertere Bewegung. Ein wesentliches Leistungsmerkmal des Bionic ist seine Fehlerverzeihung bei schnellen oder nach außen verfehlten Würfen. Der Ball soll auch aus tieferen Winkeln zuverlässig zurückkommen und dabei seine Energie beibehalten, ohne am Backend abzusterben. Diese Eigenschaft dürfte insbesondere bei Sport-Patterns und Turnierbedingungen von Vorteil sein. Auf der anderen Seite kann die hohe Reaktivität bei langsamen Würfen oder Fehlern nach innen weniger tolerant ausfallen – ein typisches Verhalten für Bälle dieser Stärkeklasse. In einem Sechs-Ball-Arsenal sollte der Bionic als einziger Vertreter seiner Kategorie eingeplant werden, da er sich funktional stark mit dem Phaze II von Storm, dem Rockstar von Roto Grip oder dem Vengeance von 900 Global überschneidet.