Erste Eindrücke
Der Storm Bill Chrisman ist weit mehr als nur ein weiterer Eintrag in der Produktlinie von Storm – er ist eine physische Hommage an den verstorbenen Mitbegründer Bill Chrisman. Optisch sticht der Ball sofort durch seine lebendige Farbgebung in Teal hervor. Technisch setzt Storm hier auf eine legendäre Kombination: Im Inneren arbeitet der bewährte Inverted Fe2 Technology Kern, der durch sein höheres RG (2.57 bei 15 lbs) und ein mittleres Differential (0.046) charakterisiert ist. Umhüllt wird dieser Kern von der R2S Pro Reactive Oberfläche (eine Variation der klassischen Pearl-Rezeptur), die ab Werk mit dem glänzenden Reacta Gloss Finish versehen ist. Diese Spezifikationen deuten darauf hin, dass dieser Ball für einfache Länge durch die Front und eine dynamische Reaktion am Backend konzipiert wurde.
Vergleichsanalyse
In der direkten Gegenüberstellung trägt der Storm Bill Chrisman die DNA der legendären Hy-Road-Serie in sich. Wer die Reaktion des Hy-Road Pearl von Storm kennt, wird sich hier sofort zurechtfinden, da beide denselben Kern nutzen. Im Vergleich zu aktuellen Benchmark-Bällen wie dem Phaze II von Storm generiert der Bill Chrisman deutlich mehr Länge und speichert seine Energie länger für das Backend. Während der Phaze II bereits im Midlane zu lesen beginnt, gleitet der Bill Chrisman mühelos über die ersten Leisten hinweg. Vergleicht man ihn mit dem Hyped Pearl von Roto Grip, bietet der Bill Chrisman durch den Fe2 Kern eine noch etwas definiertere Bewegung im Spätverlauf der Bahn. Er positioniert sich als ideale Ergänzung, wenn stärkere Bälle wie der Summit von Storm beginnen, zu früh Energie zu verlieren.
Praktische Anwendung
Auf der Bahn zeigt der Storm Bill Chrisman seine Stärken vor allem auf Medium bis Medium-Dry Bedingungen. Er ist die perfekte Wahl, wenn die Front beginnt auszutrocknen und Bälle mit rauerer Oberfläche zu früh Hook generieren. Durch das hohe RG des Inverted Fe2 Kerns ignoriert der Ball frühe Friction fast vollständig und soll dafür sorgen, dass der Ball genug Energie für den Carry behält. Für Spielertypen mit niedrigerer Ballgeschwindigkeit hilft er, den Ball ohne großen Kraftaufwand die Bahn hinunterzubekommen. Rev-dominante Spieler profitieren von der Kontrolle, wenn die Bahn Transition durchläuft und tiefere Winkel notwendig werden. Er erlaubt es, die Gasse weit zu öffnen, wobei er am Breakpoint zuverlässig reagiert. Für schwere Ölmuster ist er weniger geeignet, da er hier zu stark rutschen könnte.