Erste Eindrücke
Der Track Archetype Red/Blue, veröffentlicht im August 2023 (häufig als International Release klassifiziert), präsentiert sich als optische Neuauflage des ursprünglichen High-Performance-Balls. Technisch bleibt er ein Schwergewicht: Im Zentrum arbeitet der markante I-Core 3.0 Slim, ein asymmetrischer Kern mit einem RG von 2.518 und einem Differential von 0.053 (bei 15 lbs), der für ein schnelles Hochdrehen konzipiert ist. Ummantelt wird dieser von der aggressiven QR-11 Solid Oberfläche. Das werksseitige Finish von 500/1500 Siaair verleiht dem Ball mikroskopische Zähne, die sich sofort in das Öl graben. Mit einem Intermediate Differential von 0.020 reagiert der Kern sehr definiert auf Reibung, was dem Ball trotz der frühen Traktion eine bemerkenswerte Richtungsänderung im hinteren Feld ermöglicht.
Vergleichsanalyse
Technisch verhält sich der Archetype Red/Blue identisch zum originalen Archetype (Navy/Neon Green), da beide denselben Kern und dieselbe Solid-Oberfläche nutzen. Im Vergleich zum Storm DNA wirkt der Archetype Red/Blue jedoch etwas aggressiver am Breakpoint. Während der DNA dazu neigt, die Energie sehr gleichmäßig und rund abzugeben, erzeugt der Archetype durch den schlankeren I-Core 3.0 Slim einen definierteren "Hook" und behält mehr Dynamik für die Pins. Gegenüber dem Roto Grip Gem, der extrem früh liest und oft eine sehr weiche Bogenlampe wirft, zeigt der Track Archetype Red/Blue etwas mehr Länge durch die Front und eine schärfere Reaktion, sobald er auf "Friction" trifft.
Praktische Anwendung
Dieser Ball ist ein absolutes Monster für schweres Öl. Er ist die erste Wahl, wenn man auf einer frisch geölten Bahn steht und Traktion benötigt, um die "Gasse" zu öffnen. Besonders Spieler mit hoher Ballgeschwindigkeit werden die Hilfe der rauen Oberfläche zu schätzen wissen, da der Ball nicht Gefahr läuft, über den Breakpoint hinaus zu rutschen. Er erzeugt genug Reibung, um schwere Pins durch massiven "Carry" zu bestrafen. Sobald die Bahn jedoch "Transition" zeigt und die Front antrocknet, sollte der Ball gewechselt werden, da er sonst zu früh Energie verliert. Er dient als klassischer "Benchmark"-Ball für nasse Bedingungen, bevor man auf glänzende Bälle oder Hybride wechselt.