Erste Eindrücke
Der Storm Hy-Road 40 präsentiert sich in einem markanten Teal-Farbton und feiert das 40-jährige Jubiläum von Storm Products. Als Weiterentwicklung der legendären Hy-Road-Serie kombiniert dieser Ball bewährte Technologien mit modernen Verbesserungen. Im Kern arbeitet die etablierte Inverted Fe² Technology, ein symmetrisches Gewichtsblockdesign, das als eines der erfolgreichsten in der Storm-Historie gilt. Die technischen Spezifikationen zeigen bei 16-Pfund-Bällen einen Radius of Gyration von 2.52 und ein Differential von 0.058, während 15-Pfund-Varianten Werte von 2.57 beziehungsweise 0.046 aufweisen. Diese deutlichen Unterschiede zwischen den Gewichtsklassen sind charakteristisch für zweiteilige Bowlingbälle und sollten bei der Ballauswahl berücksichtigt werden. Als Coverstock kommt das A1S Pearl Reactive zum Einsatz, das erstmals beim Storm Equinox eingeführt wurde. Dieses Material zeichnet sich durch seine schnelle Ölabsorption und hohe Haftung auf der Bahn aus. Die Power Edge Polish-Oberfläche soll für zusätzliche Länge und eine kontrollierte Richtungsänderung am Breakpoint sorgen. Der Ball wird mit Pineapple Apple Crisp-Duft geliefert und ist ab dem 20. Juni 2025 verfügbar.
Vergleichsanalyse
In direkten Vergleichstests positioniert sich der Hy-Road 40 zwischen stärkeren und schwächeren Optionen im Storm-Sortiment. Gegenüber dem Phase AI zeigt er sich weniger aggressiv und erreicht größere Längen, bevor die Hakenbewegung einsetzt. Der Phase AI von Storm erweist sich als deutlich stärker und eignet sich eher für frischere Bahnverhältnisse oder Spieler mit geringerer Rotationsrate. Im Vergleich zum Road Warrior, ebenfalls von Storm, demonstriert der Hy-Road 40 eine stärkere Gesamtreaktion mit mehr Hook-Potenzial, während der Road Warrior gleichmäßiger und kontrollierbarer agiert. Die Ballcharakteristik erinnert optisch an den Idol Cosmos, unterscheidet sich jedoch deutlich in der Reaktion. Während traditionelle Hy-Road-Bälle oft als zu sauber für moderne Bahnbedingungen galten, scheint der Hy-Road 40 diese Schwäche durch erhöhtes Hook-Potenzial zu kompensieren. Tester berichten von einer ausgeprägteren Richtungsänderung als bei Vorgängermodellen, was ihn vielseitiger einsetzbar macht.
Praktische Anwendung
Der Hy-Road 40 entwickelt seine Stärken primär auf mittleren bis trockenen Bahnbedingungen und während der Transition-Phase. Seine saubere Durchfahrt durch den vorderen Bahnbereich kombiniert mit einer responsiven Backend-Reaktion macht ihn zu einer interessanten Option für die späteren Spiele eines Blocks oder für Bahnen mit geringerem Ölvolumen. Bowler, die extreme Winkel spielen müssen, könnten von der ausgeprägten Richtungsänderung profitieren, da der Ball auch von weit links kommend noch genügend Energie für eine effektive Gasse-Einfahrt aufbringen kann. Für Turnierspieler dürfte der Ball besonders auf abgespielten Patterns interessant sein, wenn stärkere Optionen zu früh greifen. Die Kombination aus Länge und Backend-Reaktion macht ihn zu einem Kandidaten für die zweite Schicht in Ligen oder für Bowling-Center mit generell niedrigerem Ölvolumen. Spieler mit höherer Rotationsrate sollten die 16-Pfund-Variante in Betracht ziehen, da die Gewichtsunterschiede bei zweiteiligen Bällen erhebliche Auswirkungen auf die Ballreaktion haben können. Die Carry-Eigenschaften zeigen sich durchweg positiv, wobei der Ball auch bei nicht perfekten Treffern noch für solide Pin-Aktionen sorgen soll. Besonders hervorzuheben ist die konsistente Reaktion über mehrere Würfe hinweg, was der schnellen Ölabsorption des A1S Pearl Coverstocks zugeschrieben wird. Diese Eigenschaft macht den Ball zu einem verlässlichen Partner in längeren Spielblöcken, wo andere Bälle durch Ölaufbau an Vorhersagbarkeit verlieren könnten. Insgesamt präsentiert sich der Hy-Road 40 als moderne Interpretation einer klassischen Serie, die bewährte Eigenschaften mit zeitgemäßen Anforderungen verbindet und sowohl für erfahrene Spieler als auch ambitionierte Fortgeschrittene eine interessante Ergänzung des Arsenals darstellen könnte.