Erste Eindrücke
Der im Juli 2018 erschienene AMF Sumo SE (Special Edition) markiert die Rückkehr eines der kultigsten Namen der AMF-Geschichte. Dieser Ball zielt auf das mittlere Preissegment ab, liefert aber Leistungswerte, die weit darüber liegen. Im Inneren arbeitet der klassische symmetrische Sumo-Kern, der mit einem niedrigen RG von 2.50 und einem hohen Differential von 0.050 (bei 15 lbs) ausgestattet ist. Diese Kombination sorgt für ein schnelles Hochdrehen und ordentliches Flare-Potenzial. Das Spannende an diesem Release ist die Schale: AMF verwendet die F70 Solid Reactive Oberfläche, liefert den Ball aber mit einem glänzenden 1500 Grit Polished Finish aus. Diese Paarung aus einer chemisch griffigen Solid-Schale und einer glatten Politur verleiht dem Ball in Schwarz/Gold/Silber eine Reaktion, die das Beste aus zwei Welten vereinen soll: Länge durch die Front und Stabilität in der Midlane.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zu vielen reinen Pearl-Bällen in diesem Segment (wie etwa dem damaligen Ebonite Destiny Pearl) bietet der Sumo SE durch seine Solid-Basis eine deutlich kontrolliertere Reaktion auf "Over/Under"-Bedingungen. Wo reine Pearls auf Ölstreifen oft durchrutschen ("Squirt"), greift die F70-Schale des Sumo SE früher. Zieht man einen externen Vergleich heran, so erinnert die Ballreaktion stark an den legendären Ebonite Game Breaker 2 Gold oder ähnliche polierte Solid-Bälle. Er ist nicht so aggressiv und "zackig" wie ein Storm Hy-Road, sondern bietet einen schwereren, runderen Roll zum Pocket. Er agiert als "Sicherheitsnetz": Er generiert genug Länge, vermeidet aber das unvorhersehbare Springen am Breakpoint.
Praktische Anwendung
Der AMF Sumo SE ist ein fantastischer Ball für typische Hausölungen und mittlere Ölverhältnisse. Er ist ideal für Ligaspieler, die einen "Benchmark-Ball" suchen, der Fehler verzeiht. Dank der Politur kommt er mühelos durch die trockeneren Köpfe am späten Abend, während der starke symmetrische Kern und die Solid-Chemie sicherstellen, dass er am Ende des Musters nicht kraftlos wirkt. Er ist besonders effektiv in der Übergangsphase ("Transition"), wenn man einen Ball braucht, der die Bahn liest, ohne extrem zu überreagieren. Für Spieler mit niedrigerer Ballgeschwindigkeit ist er oft eine bessere Wahl als matte Solids, da er nicht so früh Energie verbrennt.