Erste Eindrücke
Der AMF Pure tritt in einer kräftigen Farbkombination aus Black und Silver Pearl auf. Das Herzstück dieses Modells ist der asymmetrische CFT Core, der sich durch ein niedriges RG von 2.480 und ein starkes Differential von 0.051 auszeichnet. Als Hülle fungiert das griffige, aber polierte F73 Pearl Reactive Coverstock, welches ab Werk mit einem Hochglanz-Finish versehen ist. Das niedrige RG lässt den Kern sehr schnell hochdrehen, während die glatte Schale dafür sorgen soll, dass der Ball extrem sicher durch die Front gleitet und erst im Backend seinen wahren Halt aufbaut.
Vergleichsanalyse
Verglichen mit dem AMF Unreal, der ein Solid Cover besitzt, greift der Pure spürbar später und bietet eine wesentlich eckigere, bissigere Reaktion am Breakpoint. Gegenüber dem Storm Code Black erzeugt der Pure eine durchschlagskräftige asymmetrische Bewegung, die im Breakpoint aggressiv in Richtung Pins schnappt. Sobald die Transition einsetzt und die vorderen Bereiche der Bahn trockener werden, profitiert der Pure von seiner Pearl-Schale. Er verlangt nach Friction am Breakpoint, um seine gewaltige Dynamik auszuspielen.
Praktische Anwendung
Sein bevorzugtes Einsatzgebiet findet der AMF Pure auf mittleren Bahnbedingungen. Er ist die perfekte Wahl für Spieler, die auf angespielten Mustern einen Ball benötigen, der leicht durch die Front rutscht und einen aggressiven Hook in Richtung Gasse erzeugt. Die späte Reaktion hilft dabei, den Breakpoint nicht zu verfehlen. Der Ball soll dafür sorgen, dass der Carry durch den asymmetrischen Drive maximiert wird. Auf extrem starkem Öl ist dieser Ball jedoch oft zu rutschig.