Erste Eindrücke
Der Track Mako Attack wurde im August 2017 als aggressivere Pearl-Variante innerhalb der Mako-Serie auf den Markt gebracht. Der Ball fällt durch seine markante Farbgebung in Black, White und Gold auf. Im Inneren arbeitet der asymmetrische Mako Core, der mit einem RG-Wert von 2.48 und einem Differential von 0.051 bei einem 15-Pfund-Ball auf hohe Performance ausgelegt ist. Das Intermediate Differential von 0.016 unterstützt die asymmetrische Dynamik zusätzlich. Als Coverstock verwendet Track das QR-10 Pearl Reactive, das werkseitig mit einem 500/1000 Abralon-Finish vorbereitet und anschließend mit dem Powerhouse Factory Finish Polish auf Hochglanz poliert wurde. Diese Kombination aus einem starken, früh rotierenden Kern und einer polierten Schale soll eine saubere Gleitphase durch die Front ermöglichen, ohne dabei an Gesamthakenpotenzial einzubüßen.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zum ursprünglichen Track Mako, der mit einer Solid-Schale ausgestattet ist, bietet der Mako Attack deutlich mehr Länge und eine weitaus eckigere Reaktion am Breakpoint. Während der Track Mako eher für maximale Kontrolle auf extremem Öl steht, ist der Mako Attack darauf ausgelegt, bei nachlassendem Ölvolumen die nötige Weite zu generieren. Verglichen mit dem Storm Code Red zeigt der Mako Attack eine etwas kräftigere Bewegung in der Mid-Lane, während der Storm Code Red oft als noch winkeliger im Backend wahrgenommen wird. Gegenüber dem Brunswick Kingpin Pearl agiert der Mako Attack etwas früher und bietet eine stabilere Traktion, wenn das Ölmuster in der Mitte der Bahn noch etwas mehr Volumen aufweist. Er schließt somit die Lücke zwischen reinen Heavy-Oil-Monstern und schwächeren Pearl-Bällen für trockene Bedingungen.
Praktische Anwendung
Die ideale Anwendung für den Track Mako Attack findet sich auf mittleren bis schweren Ölbedingungen, insbesondere wenn die Transition einsetzt und Solid-Bälle anfangen, in der Front zu früh zu reagieren. Der Ball soll es dem Spieler ermöglichen, tiefer in die Bahn zu rücken und größere Winkel über die Leisten zu spielen, da die Pearl-Oberfläche die Energie bis zum Breakpoint speichert. Für Spieler mit moderater Rev-Rate bietet der asymmetrische Kern genügend Unterstützung, um auch bei längeren Mustern eine überzeugende Bewegung zur Gasse zu erzeugen. In der Praxis zeigt der Ball seine Stärken vor allem dann, wenn Friction am Ende des Musters vorhanden ist, was in einer kraftvollen Reaktion und einem starken Carry resultiert. Sollte die Bahnoberfläche extrem viel Friction in der Front aufweisen, lässt sich der Mako Attack durch eine Anpassung der Oberfläche noch weiter veredeln, um die gewünschte Länge zu garantieren.