Erste Eindrücke
Der Track Mako wurde im Januar 2017 als neues Flaggschiff im High-Performance-Bereich vorgestellt und positionierte sich als die aggressivste Option im damaligen Sortiment. Optisch fällt der Ball durch seine matte Solid-Oberfläche in den Farben Navy, Orange und Sky Blue auf. Im Inneren arbeitet der asymmetrische Mako Core, der ein Dual-Density-Design nutzt, um spezifische Laufeigenschaften zu generieren. In der 15-Pfund-Version liefert dieser Kern einen sehr niedrigen RG-Wert von 2.48, ein hohes Differential von 0.053 sowie ein Intermediate Differential von 0.015. Umhüllt wird diese Technik vom QR-10 Solid Coverstock, der ab Werk mit einem rauen 500/2000 Abralon Finish versehen ist. Diese Kombination aus niedrigem RG und aggressiver Oberfläche deutet auf ein extrem frühes Anlaufen und massive Traktion im Öl hin, wobei der Kern für eine kontinuierliche Bewegung durch das Pindeck sorgt.
Vergleichsanalyse
Um die Leistung des Track Mako einzuordnen, bietet sich ein Vergleich mit dem populären Track Paradox an. Während der Paradox mit seinem i-Core eine sehr spezifische, fast bogenartige Bewegung zeigte, liefert der Mako durch den neuen Kern und das stärkere Cover eine noch frühere Reaktion und insgesamt mehr Gesamthaken auf schwerem Öl. Im Vergleich zum Storm Alpha Crux, einem direkten Konkurrenten für ähnliche Bedingungen, zeigt der Mako eine vergleichbare Traktion in der Front, behält jedoch oft etwas mehr Energie für die Gasse, da das QR-10 Cover minimal schneller auf Friction reagiert als das GI-16 des Crux. Gegenüber dem Hammer Scandal (symmetrisch, Solid) bietet der Mako aufgrund seiner Asymmetrie eine definiertere Richtungsänderung am Breakpoint. Während der Scandal das Ölfeld sehr gleichmäßig liest, erzeugt der Mako durch das Intermediate Differential einen stärkeren Drehmoment-Effekt im Übergangsbereich.
Praktische Anwendung
Der ideale Einsatzbereich des Track Mako liegt eindeutig auf schweren Ölmustern oder langen Sportölungen, bei denen Traktion das oberste Gebot ist. Er fungiert als klassischer "Schneepflug" auf frischem Öl: Seine raue Oberfläche verzahnt sich sofort mit der Bahn und verhindert, dass der Ball durch den schnellen Teil der Front rutscht (Hydroplaning). Für Spieler mit hoher Ballgeschwindigkeit ist er oft unverzichtbar, um den Ball früh genug zum Rollen zu bringen. Spieler mit niedrigerer Geschwindigkeit sollten ihn jedoch mit Vorsicht genießen, da er auf trockeneren Bahnen oder in der Transition sehr schnell Energie verbrennen kann ("Burn out") und dann kraftlos an den Pins ankommt. Wenn Bälle wie der Track Cyborg Pearl oder Kinetic zu lang rutschen und den Breakpoint verpassen, bietet der Mako die nötige Sicherheit und Stabilität, um die Gasse zuverlässig zu finden.