Erste Eindrücke
Der Storm PhysiX M, veröffentlicht im Februar 2019 als exklusive internationale Sonderedition (Overseas Release), stellt eine aggressive Weiterentwicklung der erfolgreichen PhysiX-Plattform dar. Optisch orientiert sich der Ball an den dunklen, satten Tönen der Serie, jedoch mit einer entscheidenden Anpassung in der Oberflächenbehandlung: Werkseitig kommt der Ball mit einem rauen 2000-Grit Abralon Finish. Im Inneren arbeitet der bewährte Atomic Core, ein asymmetrischer Kern mit einem niedrigen RG von 2.48 und einem hohen Differential von 0.053 (bei 15 lbs). Das Intermediate Differential von 0.017 sorgt für die nötige Asymmetrie, um den Ball definiert um die Achse drehen zu lassen. Umhüllt wird dieser kraftvolle Motor von der NRG Hybrid Reactive Schale. Während der originale PhysiX mit einer glatteren 3000er Oberfläche auf den Markt kam, wurde der PhysiX M spezifisch getunt, um noch früher zu lesen und mehr Traktion in schwerem Öl zu generieren. Die Kombination aus der griffigen Nano-Technologie der NRG-Schale und dem schnell drehenden Atomic Core verspricht eine Ballreaktion, die extrem früh anläuft und massives Hook-Potenzial im gesamten Bahnverlauf bietet.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum originalen Storm PhysiX (erschienen Ende 2018) zeigt der PhysiX M durch sein 2000-Grit Finish eine noch frühere und stärkere Bodenhaftung. Wo der originale PhysiX noch eine gewisse Länge bewahrt und im Backend etwas mehr "Kick" zeigt, gräbt sich der PhysiX M sofort in die Front und erzeugt einen schwereren, kontinuierlicheren Bogen. Vergleicht man ihn mit dem Storm AstroPhysiX (Pearl), verhält sich der PhysiX M komplett gegensätzlich: Der AstroPhysiX gleitet weit und reagiert eckig auf Friction, während der PhysiX M Reibung erzeugt, wo keine ist, und die Bahnkurve viel früher beginnt. Gegenüber einem reinen Solid-Monster wie dem Storm Proton PhysiX (später erschienen) ist der PhysiX M durch seine Hybrid-Komponente noch einen Hauch vielseitiger, da er nicht ganz so früh "stirbt", wenn er auf trockenere Leisten trifft. Er agiert stärker im Öl als ein Storm Code X, bietet aber durch den Atomic Core eine rundere Form als der oft scharf abknickende Code-Kern.
Praktische Anwendung
Der Storm PhysiX M ist eindeutig für volumenreiche Ölmuster und lange Sport-Pattern konzipiert. Er ist der ideale "Schneereifen" im Arsenal, wenn die Bahn in "Öl schwimmt" und andere Bälle keine Traktion finden. Durch das 2000-Grit Finish und den starken Kern glättet er überempfindliche Reaktionen am Ende der Bahn, indem er die Energie bereits in der Midlane kontrolliert abgibt. Das macht ihn zur perfekten Wahl für Spieler mit hoher Ballgeschwindigkeit, die Hilfe benötigen, den Ball früh zum Rollen zu bringen, oder für den Start auf frischen Bahnen, um die Gasse zu öffnen. Sobald die Köpfe (Heads) jedoch antrocknen, wird der Ball zu früh Energie verlieren und sollte gegen eine polierte Variante wie den AstroPhysiX oder einen schwächeren Hybrid getauscht werden. Der PhysiX M bietet enorme Sicherheit und Kontrolle, wenn das Öl die größte Herausforderung darstellt.