Erste Eindrücke
Der Storm !Q Tour Red, veröffentlicht als spezielle Edition um den November 2018 (oft als International Release oder Limited Edition geführt), fällt sofort durch seine einfarbige, knallrote Optik auf. Technisch handelt es sich um einen Klon des legendären "Navy Blue" !Q Tour Edition. Im Inneren arbeitet der bewährte C3 Centripetal Control Core mit einem niedrigen RG von 2.49 und einem ebenfalls niedrigen Differential von 0.029 (bei 15 lbs). Umhüllt wird dieser kontrollorientierte Kern von der R2S Solid Reactive Oberfläche, die werkseitig meist mit einem 4000-Grit-Abralon-Finish versehen ist. Diese Kombination verspricht das klassische "Benchmark"-Verhalten: Frühes Lesen der Bahn, aber mit einer extrem runden und vorhersehbaren Bewegung ohne zickige Reaktionen am Breakpoint.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum originalen, dunkelblauen Storm !Q Tour Edition verhält sich der !Q Tour Red nahezu identisch, wobei viele Spieler berichten, dass die rote Pigmentierung der Oberfläche minimal mehr Länge und einen Hauch mehr "Pop" im Backend verleiht als das dunkelblaue Original. Gegenüber einem Storm Phaze II ist der !Q Tour Red deutlich schwächer und kontrollierbarer; er gräbt sich nicht so früh in das Öl und behält mehr Energie für die Pins, deckt aber weniger Gesamtboards ab. Im Vergleich zum Storm Hy-Road liest der !Q Tour Red die Midlane früher und bietet eine glattere Bogenlampe, während der Hy-Road eckiger und später reagiert.
Praktische Anwendung
Der !Q Tour Red ist der ultimative "Sicherheitsball" und eine hervorragende Wahl als erster Ball aus der Tasche auf unbekannten oder schwierigen Bahnbedingungen. Er eignet sich perfekt für Sportmuster oder frisch gepflegte Hausbahnen, auf denen das Backend zickig ("wet/dry") reagiert. Durch das niedrige Differential bleibt der Flare eng, was den Ball extrem kontrollierbar macht. Er verzeiht Ungenauigkeiten beim Abwurf und hilft dem Spieler, die Gasse zu kontrollieren, ohne unerwartete Überreaktionen zu riskieren. Er ist besonders effektiv für Spieler, die den Ball gerne direkter spielen oder auf Mustern mit viel Reibung an der Außenkante die Kontrolle behalten müssen.