Erste Eindrücke
Der Roto Grip Hustle RIG, veröffentlicht im November 2016, ergänzt die beliebte HP1-Einstiegslinie um eine solide Option für mehr Kontrolle. Optisch präsentiert sich der Ball in einer warmen Mischung aus Red, Indigo und Gold, wobei die matte Oberfläche sofort ins Auge fällt. Technisch setzt Roto Grip auf den bewährten symmetrischen Hustle Core, der mit einem RG von 2.53 und einem Differential von 0.030 (bei 15 lbs) ausgestattet ist. Diese Kennzahlen fördern eine stabile, nicht zu aggressive Rotation. Im Gegensatz zu seinem gleichzeitig erschienenen Pearl-Pendant (Hustle POW) nutzt der RIG den Pumped Solid Reactive Coverstock. Die Oberfläche ist ab Werk mit einem 3000-grit Pad bearbeitet, was dem Ball eine deutliche Textur verleiht. Diese Kombination aus mattem Solid-Cover und kontrolliertem Kern verspricht eine frühere Lesbarkeit der Bahn im Vergleich zu typischen Einsteigerbällen.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Roto Grip Hustle POW, der zeitgleich als Pearl-Version erschien, agiert der Hustle RIG deutlich früher und runder. Während der POW durch die Front gleitet und am Breakpoint zackig reagiert, liest der RIG die Midlane sanfter und bietet einen kontinuierlichen Bogen zur Gasse. Vergleicht man ihn mit dem Storm Match Solid, einem ähnlichen Ball im Einstiegssegment, so zeigt der Hustle RIG oft eine etwas bessere Energieerhaltung im Backend, da der Hustle-Kern ein etwas höheres RG besitzt und somit später ins Rollen gerät. Gegenüber einem stärkeren Ball wie dem Roto Grip Wreck-It (HP2-Linie) ist der Hustle RIG insgesamt schwächer und erzeugt weniger Gesamthook, was ihn kontrollierbarer macht, wenn der Wreck-It zu stark auf die Reibung reagiert.
Praktische Anwendung
Der Hustle RIG ist ideal für leichte bis mittlere Ölverhältnisse (Light to Medium Oil). Er glänzt besonders in Situationen, in denen die Bahn zwar trocken ist, eine reine Pearl-Oberfläche aber zu sensibel reagieren würde (Over/Under). Durch das matte Finish glättet der RIG die Reaktion auf der Friction und verhindert ein abruptes Springen des Balls, wenn er auf trockene Leisten trifft. Er ist ein hervorragender Ball für späte Turnierdurchgänge, wenn die Köpfe bereits angespielt sind, man aber dennoch eine berechenbare Kurve benötigt, um den Carry zu sichern. Für Einsteiger bietet er eine fantastische Kontrolle, da er nicht dazu neigt, bei Fehlwürfen überzureagieren.