Erste Eindrücke
Der Hammer Rebel Yell wurde im November 2017 als Ergänzung zur Rebel-Serie veröffentlicht und zielt darauf ab, die Aggressivität im Backend zu maximieren. Optisch besticht der Ball durch eine auffällige Farbkombination aus Silber und Schwarz, die durch ein hochglänzendes Finish unterstrichen wird. Im Inneren arbeitet der symmetrische Rebel-Kern, der speziell mit einer Gewichtsverteilung konstruiert wurde, die ein frühes Umkippen des Balls verhindert und die Energie für den hinteren Bahnbereich speichert. Bei einem 15-Pfund-Ball liegen die technischen Daten bei einem RG von 2.48 und einem Differential von 0.044. Als Coverstock verwendet Hammer das Juiced Pearl Reactive Material, welches werkseitig mit einem 500/1000 Abralon Finish sowie einer abschließenden Powerhouse Factory Finish Politur versehen wurde. Diese Kombination signalisiert eine klare Ausrichtung auf Länge und eine scharfe Winkelbildung.
Vergleichsanalyse
Innerhalb der Hammer-Produktfamilie steht der Rebel Yell im direkten Kontrast zum ursprünglichen Hammer Rebel. Während der originale Rebel mit seiner Solid-Hülle mehr Traktion im Midlane-Bereich bietet und eine eher kontinuierliche Bogenform zeigt, ist der Rebel Yell darauf ausgelegt, die Front der Bahn fast vollständig zu ignorieren und erst auf die Friction am Ende des Ölmusters zu reagieren. Im Vergleich zum Hammer Black Widow Gold, der den asymmetrischen Gas Mask Kern nutzt, agiert der Rebel Yell durch seinen symmetrischen Kern kontrollierter in der Transition, bietet aber eine ähnlich beeindruckende Richtungsänderung am Breakpoint. Verglichen mit dem Storm Hy-Road Pearl zeigt der Rebel Yell eine etwas stärkere Reaktion im mittleren Bahnbereich, da sein RG-Wert niedriger angesetzt ist, was ihm hilft, bei höheren Ölvolumina nicht den Kontakt zur Bahn zu verlieren, ohne dabei die Pearl-typische Backend-Reaktion einzubüßen.
Praktische Anwendung
Der Hammer Rebel Yell ist die ideale Wahl für mittlere Ölbedingungen, wenn die Bahnen beginnen abzutrocknen und mehr Länge gefordert ist. Er soll sicherstellen, dass Spieler den Ball weit über die Mitte nach außen werfen können, mit dem Vertrauen, dass er kraftvoll zur Gasse zurückkehrt. Durch die Kombination aus dem niedrigen RG-Kern und der Pearl-Hülle wird ein verfrühter Energieverlust in der Front vermieden, was besonders Spielern mit moderater Ballgeschwindigkeit oder hoher Rotationsrate zugutekommt. In der Praxis zeigt der Ball einen sehr sauberen Lauf durch die Köpfe der Bahn und einen explosiven Carry, da die gespeicherte Energie effizient in die Pins übertragen wird. Er eignet sich hervorragend als Nachfolgemodell für Solid-Bälle, wenn diese aufgrund der Transition zu früh reagieren oder im Backend an Schlagkraft verlieren. Der Rebel Yell erlaubt es dem Spieler, die Leisten effektiver zu nutzen und tiefere Winkel zu spielen, ohne die Kontrolle über den Breakpoint zu opfern.