Erste Eindrücke
Der Hammer Rebel Solid, veröffentlicht im November 2016, positioniert sich als kräftige, symmetrische Option im mittleren Preissegment. Optisch tritt der Ball in einer markanten Kombination aus Navy und Orange auf, die durch das matte Finish besonders satt wirkt. Im Inneren arbeitet der Rebel Core, der ursprünglich entwickelt wurde, um mehr Dynamik zu bieten als typische Mittelklasse-Kerne. Mit einem niedrigen RG von 2.48 und einem soliden Differential von 0.044 (bei 15 lbs) sorgt dieser Kern für ein frühes Hochdrehen und ordentliches Flare-Potenzial. Ummantelt wird er vom NBT Solid Coverstock (Next Big Thing), der ab Werk mit einem 500/2000 Abralon Schliff versehen ist. Diese Kombination aus niedrigem RG und rauer Oberfläche verspricht eine sehr frühe Lesbarkeit der Bahn und eine starke Verbindung zum Öl.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum originalen Hammer Rebel (Pearl) ist der Unterschied Tag und Nacht: Während der Pearl viel Länge und eine eckige Reaktion bietet, liest der Solid die Bahn sofort und bietet einen glatten, kontinuierlichen Bogen. Vergleicht man ihn mit einem Marktführer wie dem Storm Phaze II, so agieren beide Bälle in einer ähnlichen Nische (symmetrischer Solid mit niedrigem RG). Der Rebel Solid wirkt jedoch oft einen Tick sanfter im Backend und gräbt sich nicht ganz so aggressiv durch das tiefste Öl wie der Phaze II, was ihn auf etwas leichteren Hausmustern oft nutzbarer macht. Gegenüber dem Ebonite Game Breaker 2 bietet der Rebel Solid durch sein höheres Differential mehr Gesamtbewegung und deckt mehr Leisten ab, behält aber die legendäre Kontrolle dieser Ballklasse bei.
Praktische Anwendung
Der Rebel Solid ist ein klassischer Benchmark-Ball für Medium bis Heavy Oil. Er ist die erste Wahl, um auf einer frischen Ölung die Konditionen zu lesen, da er nicht überreagiert ("jumpy" ist) und die Gasse zuverlässig kontrolliert. Seine Stärke liegt in der Midlane: Er baut dort massive Rotation auf, was ihm erlaubt, auch bei höheren Ölmengen nicht ins Rutschen zu geraten. Für Spieler, die Probleme mit "Over/Under"-Reaktionen haben, glättet der Rebel Solid die Transition spürbar. Er benötigt jedoch Öl im vorderen Teil der Bahn (Front); auf trockenen Bahnen verliert er zu schnell Energie, was den Carry negativ beeinflusst.