Erste Eindrücke
Der Ebonite Matrix wurde im Juli 2017 veröffentlicht und brachte einen der bekanntesten Namen der Bowling-Geschichte mit moderner Technologie zurück auf den Markt. Optisch ist der Ball in einer edlen Kombination aus Black, Gold und Silver gehalten. Im Inneren arbeitet der Matrix Reloaded Core, ein asymmetrischer Kern, der speziell modifiziert wurde, um Länge zu generieren. Bei einem Gewicht von 15 Pfund liegt der RG-Wert bei 2.53, was für einen High-Performance-Ball relativ hoch ist und das Gleiten durch die Front begünstigt. Das Differential beträgt 0.049, während das Intermediate Differential mit 0.007 sehr niedrig angesetzt ist. Diese geringe Asymmetrie soll den Ball stabilisieren, ohne ihn zu aggressiv machen. Als Oberfläche dient der GB 12.7 Hybrid Coverstock, eine Weiterentwicklung der bewährten Game-Breaker-Schalen. Werkseitig ist der Ball mit einem 500/1000 Abralon-Finish versehen und anschließend mit dem Powerhouse Factory Finish Polish auf Hochglanz poliert, um Energie für das Backend zu speichern.
Vergleichsanalyse
In der Vergleichsanalyse positioniert sich der Ebonite Matrix als ideale Ergänzung zu stärkeren Bällen im Ebonite-Sortiment. Im Vergleich zum Ebonite Maverick, der als Heavy-Oil-Ball konzipiert ist, bietet der Matrix wesentlich mehr Länge und eine schnellere Reaktion auf Friction am Ende des Musters. Während der Maverick früh rollt und das Öl pflügt, gleitet der Matrix darüber hinweg. Verglichen mit dem Storm Hy-Road, der ebenfalls für seine Länge und Hybrid-Schale bekannt ist, zeigt der Matrix durch seinen asymmetrischen Kern (trotz des niedrigen Int. Diff) einen etwas definierteren Richtungswechsel am Breakpoint, während der Hy-Road runder agiert. Gegenüber dem Ebonite Game Breaker 2 Phenom Pearl bietet der Matrix eine etwas stärkere Gesamtbewegung im Backend, da die GB 12.7 Schale chemisch aggressiver ausgelegt ist als die GB 11.2 Variante des Phenom.
Praktische Anwendung
Der ideale Einsatzbereich des Ebonite Matrix liegt auf mittleren Ölbedingungen sowie in Phasen der Transition, wenn die Bahnfronten bereits an Öl verloren haben. Durch den hohen RG-Wert und die polierte Hybrid-Oberfläche passiert der Ball die Köpfe mühelos und verbrät keine unnötige Energie. Er eignet sich hervorragend für Spieler, die den Ball gerne weiter rechts (als Rechtshänder) über die Leisten laufen lassen und eine späte, aber eckige Reaktion in die Gasse suchen. Das niedrige Intermediate Differential verhindert, dass der Ball bei trockenen Stellen zu heftig "springt", sorgt aber dennoch für genug asymmetrische Dynamik, um den Carry zu verbessern, wenn der Eintrittswinkel flacher wird. Er ist oft der erste Ball, der aus der Tasche geholt wird, wenn die starken Solid-Bälle beginnen, zu früh zu haken oder "auszubrennen".