Erste Eindrücke
Der Motiv Jackal Chase wurde im März 2018 als exklusives Modell innerhalb der Jackal-Serie veröffentlicht und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der Coercion-Schalentechnologie. Optisch ist der Ball in einer kraftvollen, dunklen Farbgebung gehalten, die seine Bestimmung für schweres Öl unterstreicht. Das technische Kraftzentrum bildet der Predator V3 asymmetrische Kern, der in der 15-Pfund-Version einen niedrigen RG von 2.47, ein hohes Differential von 0.055 und ein Intermediate Differential von 0.019 aufweist. Diese Kerngeometrie sorgt für eine extrem frühe Rotation und ein gewaltiges Flare-Potenzial von über sieben Zoll. Umhüllt wird dieser Kern vom Coercion HVH (High Volume Hybrid) Reactive Coverstock, einer Hybrid-Mischung, die speziell dafür entwickelt wurde, maximale Traktion auf hohen Ölmengen mit einer dennoch kraftvollen Backend-Fortsetzung zu verbinden. Das werkseitige Finish wird mit einem 2000 Grit LSS (Laser Scan Sanded) Verfahren mattiert, was dem Ball eine raue Oberfläche verleiht, um den Ölfilm aktiv zu durchbrechen.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zum Motiv Jackal Ghost bietet der Jackal Chase durch die Hybrid-Schale eine etwas sauberere Gleitphase durch die Front, reagiert jedoch am Breakpoint mit einem spürbar steileren Eintrittswinkel. Während der Ghost als reiner Solid-Ball für seine unaufhaltsame, kontinuierliche Bogenform bekannt ist, speichert der Chase durch den Hybrid-Anteil etwas mehr Energie für das hintere Drittel der Bahn. Vergleicht man ihn mit dem Motiv Jackal Rising, so agiert der Chase etwas vielseitiger, da der Rising als extremes "Oil-Monster" oft zu früh Energie verliert, wenn das Volumen nicht absolut massiv ist. Im markenübergreifenden Vergleich zum Storm Sure Lock S zeigt der Jackal Chase eine stabilere Midlane-Präsenz, da die Coercion-Technologie darauf ausgelegt ist, das Muster gleichmäßiger zu lesen als die oft eckigeren RAD-Kerne von Storm. Gegenüber dem Motiv Alpha Jackal ordnet sich der Chase als etwas zahmere, aber präzisere Option ein, da der Alpha mit der HV3-Schale nochmals aggressiver in der Midlane zupackt.
Praktische Anwendung
Die ideale Anwendung für den Motiv Jackal Chase findet sich auf schweren Ölmustern und langen Sportölungen, bei denen sowohl Traktion in der Mitte als auch Bewegung am Ende gefragt sind. Dank der HVH Hybrid-Schale ist der Ball eine exzellente Wahl für den Start einer Turnierserie, da er genug "Zähne" hat, um durch den frischen Ölfilm zu greifen, aber gleichzeitig die nötige Energie bewahrt, um auch bei tieferen Winkeln einen überzeugenden Carry zu liefern. Spieler mit einer hohen Ballgeschwindigkeit werden die Verlässlichkeit des Predator V3 Kerns schätzen, der den Ball auch auf rutschigen Oberflächen frühzeitig in die Rollphase bringt. Für Rev-dominante Spieler stellt der Chase ein wertvolles Werkzeug dar, um auf Mustern mit hohem Volumen nicht die Kontrolle über den Breakpoint zu verlieren. Auf typischen Hausölungen sollte man den Ball jedoch eher in den ersten Spielen einsetzen; sobald die Transition einsetzt und die Fronten abtrocknen