Erste Eindrücke
Der DV8 Deviant zieht mit seinem dunkelblauen und schwarzen Solid Design direkt die Blicke auf sich. Im Zentrum arbeitet der symmetrische Deviant Medium RG Kern, der ein RG von 2.562 und ein starkes Differential von 0.050 aufweist. Umhüllt wird dieser Kern von der Composite Solid Oberfläche, die mit einem matten 500 und 2000 Siaair Finish versehen wurde. Das ungewöhnlich hohe RG lässt den Kern spät rotieren, doch die extrem griffige Hülle soll dafür sorgen, dass der Ball in der Front ausreichend Traktion behält. Das Konzept ist auf eine spät einsetzende, aber dafür sehr wuchtige und kontinuierliche Rollphase fokussiert.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum DV8 Vandal Smash greift der Deviant durch sein hohes RG spürbar später in der Mid-Lane und bietet eine längere, kontrollierte Skid-Phase. Gegenüber einem symmetrischen Benchmark-Ball wie dem Storm Phaze II liefert die Solid-Schale des Deviant ähnlich viel Halt im Öl, aber der Hook beginnt merklich verzögert. Wenn die Friction auf der Bahn zunimmt und die Transition den vorderen Bereich austrocknet, profitiert der Deviant enorm von seinem Kern. Er ignoriert die frühen trockenen Leisten besser als früh rollende Bälle und schlägt erst spät kraftvoll in Richtung Gasse ein.
Praktische Anwendung
Der DV8 Deviant ist optimal für Bahnbedingungen mit mittlerem Ölvolumen geeignet. Strokern und Tweenern bietet er die Möglichkeit, die Leisten aus verschiedenen Winkeln sicher zu bespielen, da der Ball plötzliche Überreaktionen in der Front vermeidet. Der stetige Drive in Richtung Gasse soll für einen verlässlichen Carry sorgen. Sobald die Bahn extrem nass ist, kann der Ball jedoch durch das hohe RG zu spät anlaufen und den Breakpoint verfehlen. In solchen Momenten ist ein früh rollendes Layout oder ein stärkerer asymmetrischer Ball angeraten.