Erste Eindrücke
Der Columbia 300 Beast in der Farbkombination Blue/Black/White wurde im Mai 2019 veröffentlicht und zielt optisch mit seinem klassischen Marmor-Look auf Einsteiger und Liebhaber traditioneller Designs ab. Technisch ordnet sich dieser Ball im "Light Oil / Entry Level" Segment ein. Er nutzt den symmetrischen Beast-Kern, eine klassische Glühbirnen-Form mit einem hohen RG von 2.54 und einem niedrigen Differential von 0.033. Diese Kernwerte sorgen dafür, dass der Ball extrem viel Länge generiert und das Flare-Potenzial gering bleibt. Als Oberfläche kommt die Bend-It Pearl Reactive Schale zum Einsatz, die ab Werk mit 500/2000 Abralon geschliffen und anschließend mit Powerhouse Factory Finish Polish auf Hochglanz gebracht wurde. Das Resultat ist eine glatte, spiegelnde Oberfläche, die Reibung in der Front nahezu komplett verweigert.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zum direkten Marktbegleiter, dem Storm Tropical Surge, zeigt der Beast oft eine etwas spätere Reaktion. Während der Tropical Surge (je nach Cover-Variante) manchmal schon im Midlane-Bereich leicht anzieht, rutscht der Beast konsequenter bis ans Ende des Ölmusters, bevor er reagiert. Gegenüber dem Brunswick Rhino wirkt der Beast am Breakpoint oft einen Tick "flippiger" oder eckiger, während der Rhino eine rundere, sanftere Bahnkurve beschreibt. Zieht man den Vergleich zu einem reinen Plastikball wie dem Columbia 300 White Dot, bietet der Beast durch seinen dynamischen Kern echten Hook und besseren Pin-Carry, verzeiht aber fast genauso viele Fehler. Er ist jedoch deutlich schwächer als die nächste Stufe im Sortiment, wie etwa ein Columbia 300 Messenger, der mehr Midlane-Read bietet.
Praktische Anwendung
Der Columbia 300 Beast ist der ideale erste Reaktivball für Spieler, die das Hook-Spiel erlernen möchten. Er bietet genug Länge, um nicht unkontrollierbar zu werden, reagiert aber am Ende der Bahn deutlich genug, um in die Gasse zu ziehen. Für fortgeschrittene Spieler ist er eine Spezialwaffe auf extrem trockenen Bahnen oder verbrannten Hausmustern. Wenn stärkere Bälle bereits bei den Pfeilen anfangen zu haken und Energie verlieren, erlaubt der Beast, weiterhin eine kontrollierte Linie zu spielen. Er benötigt zwingend trockene Leisten am Backend (Friction), um zu funktionieren; auf frischem oder schwerem Öl wird er mangels Traktion geradeaus rutschen ("Skid").