Erste Eindrücke
Der im Juli 2018 veröffentlichte Columbia 300 Saber Pearl erweitert die High-Performance-Linie der Marke um eine dynamische Ergänzung zum originalen Saber. Optisch fällt der Ball durch seine lebendige Farbkombination in Purple/Orange sofort auf. Im Inneren arbeitet der bewährte asymmetrische New-Dyno Kern, der für ein schnelles Hochdrehen und eine starke Fortsetzung der Bewegung bekannt ist. Mit einem niedrigen RG von 2.50, einem hohen Differential von 0.054 und einem Intermediate Differential von 0.016 (bei 15 lbs) bietet dieser Kern viel Power. Umhüllt wird er von der Reflex Pearl Reactive Oberfläche, die bereits auf anderen Modellen ihre Reaktivität unter Beweis gestellt hat. Das werksseitige Finish von 500/1000 Abralon mit anschließender Powerhouse Factory Finish Politur sorgt dafür, dass der Ball mühelos durch den vorderen Teil der Bahn gleitet, um dann am Breakpoint seine volle Kraft zu entfalten.
Vergleichsanalyse
Der offensichtlichste Vergleich ist der zum originalen Columbia 300 Saber (Solid). Während der Solid dafür konzipiert war, im Öl zu graben und eine frühe, runde Bewegung zu erzeugen, ist der Saber Pearl das exakte Gegenstück. Er bietet deutlich mehr Länge („Skid“) durch die Köpfe und reagiert wesentlich drastischer auf Trockenheit. Im Vergleich zum Columbia 300 Lit Pearl, der ebenfalls im High-End-Segment angesiedelt war, wirkt der Saber Pearl oft etwas kontrollierbarer am Breakpoint. Der Lit Pearl war extrem aggressiv, während der New-Dyno Kern des Saber Pearl eine etwas kontinuierlichere Bewegung durch das Pindeck ermöglicht, ohne dabei an Eckigkeit ("Pop") zu verlieren. Er spielt in einer ähnlichen Liga wie ein Roto Grip Hyper Cell Fused.
Praktische Anwendung
Der Columbia 300 Saber Pearl ist prädestiniert für mittlere bis schwerere Ölmuster, sobald die Bahn beginnt, sich zu verändern ("Transition"). Er ist der perfekte "Step-Down" vom Saber Solid: Wenn der Solid beginnt, zu früh zu haken und Energie zu verlieren, erlaubt der Pearl, weiter nach links zu rücken und die Gasse zu öffnen. Dank der Reflex Pearl Schale generiert er viel Reibung im Backend, benötigt aber trockene Leisten, um den Richtungswechsel einzuleiten. Er eignet sich hervorragend für Spieler, die gerne tiefere Winkel spielen und einen Ball brauchen, der auch von weit außen zuverlässig zurückkommt („Recovery“), dabei aber dank des asymmetrischen Kerns die Pins satt trifft.