Erste Eindrücke
Der im Juni 2018 veröffentlichte Storm Intense Fire ist der direkte Nachfolger des erfolgreichen originalen Intense und bringt ordentlich Hitze auf die Bahn. Optisch ist der Ball kaum zu übersehen: Die Farbkombination aus Ultramarine, Persimmon und Schwarz ist extrem lebendig, und der typische „Lavendel“-Duft ist ein Markenzeichen von Storm. Im Inneren arbeitet der gleiche asymmetrische RAD-E Kern (Radial Accelerating Disc - Energy), der bereits das Original antrieb. Mit einem RG von 2.49 und einem Differential von 0.050 (bei 15 lbs) sowie einem Intermediate Diff von 0.017 ist dieser Kern auf schnelles Hochdrehen und Energieerhaltung ausgelegt. Die große Änderung liegt in der Schale: Statt reiner Pearl kommt hier die R3S Hybrid Reactive Oberfläche zum Einsatz. In Kombination mit dem 1500 Grit Polished Finish zielt der Intense Fire darauf ab, die Aggressivität des Originals beizubehalten, aber die Reaktion auf Ölstreifen etwas stabiler zu gestalten.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum originalen Storm Intense (Grün/Weiß, Pearl) liest der Intense Fire die Midlane etwas früher und stärker. Die Hybrid-Schale glättet die manchmal „zickige“ Überreaktion des Pearls auf trockenen Backends ein wenig ab, ohne dabei den spektakulären Richtungswechsel („Hockey Stick Motion“) zu opfern. Er wirkt „satter“ auf der Bahn. Zieht man die beliebte Code-Serie (Code Black, Code Red) zum Vergleich heran, so positioniert sich der Intense Fire als eine etwas stärkere Option. Der RAD-E Kern erzeugt mehr Drehmoment als der RAD4-Kern der Codes, was bedeutet, dass der Intense Fire oft besser durch die Pins geht, wenn man tiefere Winkel spielt. Er ist die aggressivere, modernere Alternative zu einem Storm Hy-Road, wenn man mehr Kern-Power benötigt.
Praktische Anwendung
Der Storm Intense Fire ist eine phänomenale Wahl für mittlere bis schwerere Ölmuster, auf denen man die Bahn öffnen möchte. Er ist der perfekte „Transition“-Ball: Wenn man mit einem matten Solid (wie einem Phaze II oder Sure Lock) gestartet ist und dieser beginnt, zu früh Energie zu verlieren, ist der Wechsel auf den Intense Fire ideal. Er gleitet mühelos durch die angespielten Köpfe, bietet aber dank der Hybrid-Komponente genug Grip im Mittelfeld, um nicht weguzrutschen. Seine größte Stärke ist das Backend: Er generiert gewaltige Winkel und kommt auch aus weiten Positionen zuverlässig zurück („Recovery“). Er ist ein absoluter Liebling für Spieler, die gerne den Haken sehen und viel Fläche abdecken wollen.