Erste Eindrücke
Der Hammer Dark Web macht seinem Namen alle Ehre und erscheint in einer düsteren, zweifarbigen Schwarz-Grau-Optik, die auf der Bahn pure Ernsthaftigkeit ausstrahlt. Technisch stellt dieser Ball eine Weiterentwicklung der beliebten Web-Serie dar. Im Inneren arbeitet der Modified Spheroid Core. Um die Reaktion des ursprünglichen Web Tour Kerns zu modernisieren, wurde ein Flip-Block auf den Körper gesetzt, was die Dichte verändert. Dies resultiert bei 15 lbs in einem RG von 2.514 und einem Differential von 0.048. Ummantelt wird dieser symmetrische Motor vom Aggression Solid Coverstock. Ein entscheidendes Merkmal ist die raue Oberfläche: Der Ball kommt mit einem 500, 1500 Siaair Micro Pad Finish aus der Box. Das bedeutet viel Zahnung für das Öl. Zudem ist der Dark Web mit der patentierten Durability Optimization Technology (DOT) ausgestattet, die eine uneingeschränkte Bohrung erlaubt, sowie der DynamiCore Außenhülle für besseren Carry.
Vergleichsanalyse
Um den Dark Web richtig einzuordnen, muss man ihn mit dem legendären Hammer Web Tour vergleichen. Während der Web Tour extrem früh rollte und sehr kontrolliert war, bietet der Dark Web durch den modifizierten Kern und das höhere Differential (0.048 vs. 0.030) deutlich mehr Flare und eine stärkere Bewegung im Backend. Er ist im Gesamt-Hook aggressiver als sein Vorgänger, behält aber die charakteristische, runde Benchmark-Bewegung bei. Im Vergleich zum asymmetrischen Hammer Black Widow 2.0 agiert der Dark Web viel runder und sanfter. Er schnappt nicht so hart am Breakpoint, sondern liest die Bahn gleichmäßiger. Zieht man einen marktübergreifenden Vergleich, so tritt der Dark Web in direkte Konkurrenz zum Storm Phaze II. Beide Bälle sind symmetrische Solids mit rauer Oberfläche, wobei der Dark Web oft als einen Hauch länger durch die Front und etwas eckiger als der extrem runde Phaze II wahrgenommen wird.
Praktische Anwendung
Der Hammer Dark Web ist der klassische Benchmark-Ball für mittlere bis schwerere Ölmuster. Er ist die ideale erste Wahl, um ein unbekanntes Bahnenprofil zu lesen. Dank der 1500er Oberfläche bietet er genug Traktion, um nicht auf dem Öl zu rutschen, ist aber nicht so aggressiv wie ein High-Performance "Schneereifen" (z.B. ein Hammer Envy), der sofort ausbrennt. Seine Stärke liegt in der Berechenbarkeit: Er verzeiht Fehler beim Abwurf und glättet das Verhältnis von Öl zu Trockenem (Wet/Dry). Er generiert einen starken, kontinuierlichen Bogen zur Gasse. Sobald die Front jedoch austrocknet, wird der Dark Web beginnen, zu früh Energie zu verlieren; dann ist der Wechsel auf einen Hybrid- oder Pearl-Ball (wie den Black Widow Hybrid oder einen Raw Hammer) angeraten. Für Turnierspieler ist dieser Ball ein unverzichtbares Werkzeug, um die Tasche zu kontrollieren, ohne auf Hook-Potenzial verzichten zu müssen.