Erste Eindrücke
Der Storm The Code (2023 Overseas Release) bringt einen legendären Namen zurück auf den Markt, diesmal jedoch in einer deutlich aggressiveren Konfiguration für den internationalen Raum. Im Kern arbeitet das berühmte asymmetrische RAD4-Gewichtsblock-System, das für seine extremen Werte bekannt ist: Ein RG von 2.50 und ein sehr hohes Differential von 0.058 (bei 15 lbs) sorgen für massives Flare-Potenzial und ein schnelles Hochdrehen. Anders als der historische Vorgänger oder der Code Black, die oft auf Pearl- oder Hybrid-Schalen setzten, nutzt diese 2023er Version den NRG Pro Solid Reactive Coverstock. Die Oberfläche ist ab Werk mattiert (oft 2000 oder 3000 Grit), was dem Ball sofort eine enorme Griffigkeit verleiht. Er ist eindeutig darauf ausgelegt, nicht durch das Öl zu gleiten, sondern sich früh und aggressiv in die Bahn zu krallen.
Vergleichsanalyse
Im Vergleich zum populären Storm Dark Code, der mit einer ReX Pearl-Mischung deutlich mehr Länge und einen peitschenden Backend-Snap bietet, agiert der Storm The Code wesentlich früher und runder. Er bremst früher im Öl ab und bietet eine stabilere, bogenförmige Bewegung durch das Mittelfeld. Gegenüber dem klassischen Storm Code Black ist der Unterschied noch drastischer: Während der Code Black ein "Skid-Flip"-Monster für trockenere Backends ist, ist der The Code (2023) ein "Heavy Oil"-Spezialist, der die Bahn ebnet. Er verhält sich ähnlich wie ein Storm Code X, bietet aber durch die NRG Pro Schale oft noch einen Tick mehr Traktion als die R2S Solid Varianten. Er schließt die Lücke zwischen den großen "Schneereifen" wie dem Storm Gem und den glänzenden Asymmetrischen.
Praktische Anwendung
Dieser Ball ist eine absolute Waffe für frisches und schweres Öl. Dank des starken RAD4-Kerns und der griffigen Solid-Schale benötigt er viel Volumen in der Front (Heads), um nicht zu früh Energie zu verlieren. Er ist ideal als erster Ball aus der Tasche, um auf frisch gepflegten Bahnen eine Linie zu definieren und die Kanten zu brechen. Spieler werden feststellen, dass er Fehler in der Geschwindigkeit gut verzeiht und auch bei steilen Winkeln im Öl genug Halt findet, um die Gasse zu treffen. Sobald die Bahn jedoch "Transition" zeigt und die Köpfe trocken werden, sollte man auf einen polierten Pearl-Ball (wie den Dark Code oder Absolute) wechseln, da der The Code dann zu früh rollen und an Durchschlagskraft verlieren könnte.