Erste Eindrücke
Der im Juli 2023 veröffentlichte Hammer Radioactive Vibe bringt einen absoluten Kult-Klassiker zurück auf die Bahnen und ist optisch durch sein extrem leuchtendes Neongelb ("Radioactive Yellow") unübersehbar. Technisch bleibt Hammer dem Erfolgsrezept treu und kombiniert den bewährten, symmetrischen Vibe Kern mit modernisierter Schalentechnologie. Der Kern liefert bei 15 lbs ein RG von 2.510 und ein Differential von 0.042, was ihn im Bereich der mittleren Performance ansiedelt. Umhüllt wird dieser Kern von der CT Reactive Max Solid Oberfläche. Das Besondere an diesem Ball ist das Finish: Obwohl es sich um ein Solid-Material handelt, wird der Ball ab Werk mit dem Reacta Gloss Hochglanz-Finish ausgeliefert. Diese Kombination sorgt für eine spannende Mischung aus Länge durch die Front und einer kontrollierbaren, aber kraftvollen Reaktion, sobald der Ball auf Friction trifft.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Hammer Ocean Vibe (Pearl) liest der Radioactive Vibe die Bahn durch seine Solid-Basis einen Tick früher in der Midlane und wirkt insgesamt etwas runder und fließender in der Bewegung, ohne die Länge wesentlich zu opfern. Er ist weniger "rutschig" im Öl als reine Pearl-Bälle dieser Klasse. Zieht man die Roto Grip Hustle Serie (z.B. Hustle RIP) als Referenz heran, so erweist sich der Radioactive Vibe oft als deutlich dynamischer im Backend. Der Vibe-Kern besitzt mehr "Motor" als die Kerne typischer Einstiegsbälle, was sich in einem satteren Hit in den Pins bemerkbar macht. Gegenüber einem Storm Tropical Surge ist der Vibe eine ganze Leistungsklasse stärker und verträgt deutlich mehr Öl, bevor er zu schwimmen beginnt.
Praktische Anwendung
Der Radioactive Vibe ist ein absoluter "Must-Have" für trockene bis mittlere Ölbedingungen. Er glänzt besonders dann, wenn die High-Performance-Bälle (wie eine Black Widow) zu stark hooken oder zu früh Energie verbrennen. Durch das polierte Solid-Cover kommt er sauber durch die Fronts, bietet aber mehr Sicherheit auf fleckigen Bahnen als ein reiner Pearl-Ball, da er nicht so sensibel auf kleine Ölschwankungen reagiert. Für Turnierspieler ist er der ideale Ball für späte Serien oder stark abgespielte "Burn"-Konditionen. Einsteigern bietet er genug Performance, um das Hakenlernen zu erleichtern, ohne dabei unkontrollierbar zu werden. Er generiert genug Winkel, um die Gasse zu öffnen, bleibt dabei aber stets berechenbar.