Erste Eindrücke
Der Motiv Jackal Shadow, veröffentlicht im August 2023 als spezialisiertes "International Release", bringt eine faszinierende Kombination bewährter Kern-Power und moderner Cover-Technologie auf den Markt. Im Herzen des Balls arbeitet der legendäre Predator V2 Asymmetric Kern, der für sein niedriges RG (2.47 bei 15 lbs) und extrem hohes Differential (0.054) bekannt ist. Diese bewährte Engine wird hier mit der Leverage Solid Reactive Oberfläche gepaart – derselben Technologie, die bereits beim Black Venom für Furore sorgte. Ab Werk kommt der Jackal Shadow mit einem 3000 Grit LSS Finish, was sofort signalisiert: Dieser Ball sucht Traktion. Optisch präsentiert er sich als matte Solid-Variante, die bereits in der Hand Kraft und Stabilität ausstrahlt. Die Kombination aus dem drehfreudigen Kern und der modernen Solid-Schale soll für eine aggressive Bewegung im Öl sorgen, ohne dabei die Energie zu früh zu verbrennen.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum **Storm DNA** zeigt der Jackal Shadow eine interessante Nuance in der Bewegung. Während der Storm DNA dazu neigt, extrem früh zu lesen und eine sehr runde, fast "grabende" Bewegung zu erzeugen, bietet der Jackal Shadow durch die Leverage Solid Oberfläche etwas mehr Länge durch die Front. Er wirkt im Midlane-Bereich ähnlich stabil wie ein **Roto Grip Gem**, bietet jedoch am Breakpoint eine etwas definiertere Bewegung. Intern betrachtet füllt er die Lücke zwischen dem klassischen Jackal Ghost und dem extrem frühen Jackal Ambush. Durch die Verwendung der Leverage-Formel (bekannt vom Black Venom) generiert der Shadow mehr Down-Lane-Motion als typische Heavy-Oil-Monster, behält aber die nötige Traktion bei hohen Ölvolumina. Er verbindet somit die Sicherheit eines Solids mit einem überraschend starken Backend für diese Ballklasse.
Praktische Anwendung
Der Jackal Shadow ist primär für Bahnen mit hohem Ölvolumen und frischen Mustern konzipiert. Seine größte Stärke liegt in der Fähigkeit, durch viel Öl in der Front zu gleiten, ohne Traktion zu verlieren, und dann eine kraftvolle, kontinuierliche Bewegung durch die Gasse zu liefern. Er eignet sich hervorragend für spieler, die "Speed dominant" sind und Unterstützung benötigen, um den Ball früh genug ans Arbeiten zu bekommen, oder für Turnierspieler auf langen Ölmustern. Wenn die Bahn beginnt, sich zu verändern ("Transition") und die Köpfe trocken werden, könnte der Ball zu früh rollen; hier wäre ein Wechsel auf einen Hybrid oder Pearl ratsam. Spieler, die den Jackal Ghost mochten, aber etwas mehr "Pop" im Backend suchen, finden im Jackal Shadow das ideale Upgrade für ihr Heavy-Oil-Arsenal.