Erste Eindrücke
Der Storm Virtual Gravity Pro-X2 präsentiert sich optisch in einer markanten Farbkombination aus Orchid, Aqua und Midnight, die ihn auf der Bahn sofort erkennbar macht. Unter der Haube arbeitet der bewährte Shape-Lock HD Kern, ein asymmetrisches Design mit hoher Dichte, das für ein niedriges RG von 2.48 und ein hohes Differential von 0.052 (bei 15 lbs) sorgt. Diese Kernwerte versprechen ein schnelles Hochdrehen und ein massives Flare-Potenzial. Kombiniert wird dieser aggressive Motor mit dem NRG Pro Pearl Reaktiv-Coverstock. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pearl-Oberflächen, die oft für pures Gleiten stehen, wurde diese Variante chemisch so modifiziert, dass sie trotz des glänzenden Reacta Gloss Finishs eine gewisse Griffigkeit im Öl behält. Der Duft "Wild Mint Leaf" rundet das Gesamtpaket ab und verleiht dem Ball eine frische Note.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum **Storm Virtual Energy Blackout**, der denselben Shape-Lock HD Kern nutzt, zeigt der Virtual Gravity Pro-X2 ein deutlich früheres und runderes Laufverhalten. Während der Blackout die Energie länger speichert und am Ende der Bahn fast schon explosionsartig abknickt, liest der Pro-X2 die Leisten in der Midlane (Mittelteil der Bahn) früher. Er agiert hier eher als "Control-Pearl". Zieht man den **Roto Grip Exotic Gem** zum Vergleich heran, bietet der Pro-X2 etwas mehr Länge durch die Front, generiert aber eine ähnlich schwerrollende Bewegung im Backend, ohne dabei so aggressiv auf trockene Stellen zu reagieren wie reine Skid-Flip-Bälle.
Praktische Anwendung
Der Storm Virtual Gravity Pro-X2 ist ideal positioniert für mittlere bis leicht ölige Bedingungen, bei denen reine Solids zu früh Energie verbrennen würden, aber typische Pearls zu nervös reagieren. Durch die NRG Pro Pearl Schale bietet er genügend Traktion, um nicht über den Breakpoint zu rutschen ("Blow-out"), liefert aber dennoch genug Länge, um Energie für die Gasse zu speichern. Er eignet sich hervorragend für Spieler, die den Ball gerne etwas "runder" sehen möchten und eine kontrollierte Reaktion am Backend bevorzugen, ohne auf die Dynamik eines asymmetrischen Kerns verzichten zu müssen. Besonders wenn die Bahn im Übergang ist (Transition) und die Fronts etwas an Öl verlieren, soll der Pro-X2 für die nötige Stabilität sorgen, um weiterhin konstant in die Gasse zu finden.