Erste Eindrücke
Der Storm PhysiX Burst ist ein exklusiver Overseas-Release, der die beliebte PhysiX-Linie mit einer äußerst aggressiven Hülle erweitert. Optisch präsentiert sich der Ball in einem tiefen Dunkelviolett und verströmt den für Storm typischen Duft, in diesem Fall nach einem fruchtigen Blueberry Smoothie. Das Herzstück des Balls ist der asymmetrische Atomic Core, der bei 15 Pfund ein niedriges RG von 2.48, ein hohes Differential von 0.053 und einen Mass Bias von 0.017 aufweist. Diese Kombination aus harten technischen Daten ist darauf ausgelegt, den Ball schnell in Rotation zu versetzen und ein enormes Flare-Potenzial zu generieren. Umschlossen wird der Kern von der RX Solid Reactive Oberfläche, die ab Werk mit einem matten 2000-Grit Finish aufgeraut ist. Diese spezielle Oberflächenmischung wurde ursprünglich für andere internationale Serien entworfen und soll eine sehr frühe Traktion auf der Bahn gewährleisten.
Vergleichsanalyse
Vergleicht man den Storm PhysiX Burst mit dem originalen Storm Proton PhysiX, der ebenfalls auf den Atomic Core setzt, erkennt man ein ähnliches Grundverhalten mit einem sehr starken Lesemoment im mittleren Bahndrittel. Während der Proton PhysiX mit seiner extrem rauen NeX Solid Oberfläche enorm viel Öl verdrängt und oftmals sehr früh anzieht, soll die RX Solid Oberfläche des PhysiX Burst eine marginal sauberere Bewegung durch die Front ermöglichen und somit minimal mehr Energie für den Endspurt aufsparen. Legt man den Ball neben ein symmetrisches Benchmark-Modell wie den Storm Phaze II, fällt sofort der wesentlich schärfere Hook des PhysiX Burst ins Auge. Wo der Phaze II für eine sehr gleichmäßige und sanfte Transition bekannt ist, sorgt der asymmetrische Kern des PhysiX Burst für einen viel abrupteren Richtungswechsel und ein durchschlagskräftigeres Carry.
Praktische Anwendung
Auf der Bahn zeigt der Storm PhysiX Burst seine größten Stärken auf mittleren bis starken Ölmustern. Er ist ein ideales Werkzeug für Bedingungen, bei denen die Front ausreichend geölt ist und der Ball dennoch sicher den Weg in die Gasse finden muss. Das raue 2000-Grit Finish generiert frühzeitig die nötige Friction, um auch auf frischem Öl nicht ins Rutschen zu geraten. Spieler mit einer niedrigeren bis mittleren Umdrehungsrate profitieren von der inhärenten Stärke des asymmetrischen Kerns, da der Ball von alleine extrem viele Leisten kreuzt und einen massiven Hook erzeugt. High-Rev-Spieler können den Ball nutzen, um tiefe Linien im schweren Öl zu spielen, müssen jedoch auf abtrocknenden Bahnen rechtzeitig reagieren und zu schwächeren Bällen greifen, da der PhysiX Burst in der Transition sonst zu früh Energie verbrennt und am Ende flach in die Pins trifft.