Erste Eindrücke
Der im März 2024 veröffentlichte Storm DNA Coil präsentiert sich optisch in einer markanten Farbmischung aus Scarlet, Persian Blue und Raven (Rot/Blau/Schwarz). Als direkte Weiterentwicklung des ursprünglichen DNA nutzt dieses Modell denselben asymmetrischen Supercoil-Kern, kombiniert diesen jedoch erstmals mit dem EXO Pearl Reaktiv-Cover. Technisch zeichnet sich der Ball durch einen sehr niedrigen RG-Wert von 2.47 und ein hohes Differential von 0.053 (bei 15 lbs) aus. Diese Kombination aus einem sehr antriebsstarken, früh drehenden Kern und einer polierten Pearl-Oberfläche (Reacta Gloss Finish) zielt darauf ab, eine Lücke zu schließen: Der Ball soll die aggressive Midlane-Lesbarkeit des Solids beibehalten, jedoch durch das Pearl-Material mehr Länge in der Front generieren. Der typische Storm-Duft für dieses Modell ist "Orange Pineapple Slush".
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum Vorgänger, dem Storm DNA (Solid Cover), erzeugt der DNA Coil deutlich mehr Länge und eine schärfere Bewegung am Breakpoint. Während der originale DNA oft früh "gräbt", speichert der Coil mehr Energie für den hinteren Teil der Bahn. Ein wichtiger Referenzpunkt ist der Virtual Energy Blackout von Storm: Der DNA Coil liest die Bahn früher und wirkt insgesamt runder und kontrollierter als der extrem eckige Virtual Energy Blackout. Gegenüber Produkten anderer Hersteller, wie dem Attention Star von Roto Grip, positioniert sich der DNA Coil als die etwas früher anlaufende und "schwerer rollende" Option. Er bietet nicht ganz den extremen "Skid-Snap" eines typischen glänzenden Pearls, sondern eher eine kontrollierte Aggressivität, sobald er auf Friction trifft.
Praktische Anwendung
Das ideale Einsatzszenario für den Storm DNA Coil sind Medium- bis Heavy-Oil-Bedingungen, insbesondere wenn die Bahn im Übergang (Transition) ist. Durch den starken Kern eignet er sich hervorragend für Spieler, die Hilfe benötigen, den Ball ins Rollen zu bringen, aber gleichzeitig vermeiden wollen, dass der Ball zu früh Energie verliert. Wenn matte Solids anfangen zu früh zu haken oder "tot" wirken, soll der DNA Coil die nötige Länge durch die Front bieten, ohne dabei die Gasse zu verpassen. Für rev-dominante Spieler bietet er oft genug Kontrolle, um nicht unkontrollierbar über das Backend zu springen, während speed-dominante Spieler von der Unterstützung des Low-RG-Kerns profitieren, um den Ball rechtzeitig in Rotation zu versetzen. Er fungiert oft als erster Ballwechsel, wenn der "Benchmark"-Ball (wie ein Phaze II) zu früh reagiert.