Erste Eindrücke
Der Aloha Zero ist ein klassischer Polyesterball, der im Oktober 2013 auf den Markt kam und seitdem als fester Bestandteil im Segment der Einsteiger- und Räumbälle gilt. Das Design zeichnet sich durch eine glatte und hochglanzpolierte Oberfläche aus, die mit einem 4000 Grit Abralon Finish veredelt wurde. Im Inneren des Balls arbeitet ein traditioneller Pancake Kern, der für eine extrem stabile und berechenbare Laufbahn konzipiert wurde. Die technischen Daten bei einem 15 Pfund Ball liegen bei einem RG-Wert von 2.690 und einem Differential von 0.020. Diese Kombination aus einer harten Polyester Schale und einem schwachen Kern sorgt dafür, dass der Ball nahezu keine Eigenbewegung entwickelt und Reibung auf der Bahnoberfläche konsequent minimiert wird.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zu anderen namhaften Räumbällen wie dem Brunswick Tzone oder dem Columbia 300 White Dot zeigt der Aloha Zero ein nahezu identisches Laufverhalten, das durch maximale Richtungsstabilität geprägt ist. Während ein moderner Reaktivball wie der Storm Phaze II darauf ausgelegt ist, in der Backend-Zone massiv zu reagieren und Reibung zu suchen, gleitet der Aloha Zero ohne nennenswerten Hook über das Öl und die trockenen Bereiche der Bahn. Selbst im Vergleich zu Einsteigerbällen mit leichtem Kernpotenzial bleibt dieser Ball deutlich ruhiger in der Linienführung. Er ordnet sich in die Kategorie der reinen Kunststoffbälle ein, bei denen die Schalenbeschaffenheit jegliche Transition unterbindet, um den Fokus auf einen geraden Ballweg zu legen.
Praktische Anwendung
Die primäre Aufgabe des Aloha Zero liegt im präzisen Räumen von Spares, insbesondere wenn einzelne Pins auf der linken oder rechten Seite stehen gelassen werden. Für fortgeschrittene Spieler und Profis dient er als unverzichtbares Werkzeug, um die Einflüsse des Bahnöls vollständig zu neutralisieren und eine konstante Linie zur Gasse oder zu den Eckpins zu gewährleisten. Einsteiger finden in diesem Modell einen kostengünstigen ersten Ball, um die Grundlagen des Pendelns und der Abgabe zu erlernen, ohne von unvorhersehbaren Hakenbewegungen abgelenkt zu werden. Durch die geringe Friction soll der Ball selbst auf schwierigen oder stark abgespielten Mustern einen hervorragenden Geradeauslauf bieten. In Szenarien mit extrem wenig Öl in der Front kann er zudem von Spielern mit sehr hoher Rotation genutzt werden, um den Carry zu kontrollieren und das Überreagieren reaktiver Materialien zu vermeiden.