Erste Eindrücke
Der DV8 Dark Side Curse betritt die Bühne als der neueste Zugang in der "No-Thumb" optimierten Linie von DV8, die speziell für die Bedürfnisse moderner Spielstile entwickelt wurde. Optisch präsentiert sich der Ball in einer tiefen "Burgundy/Red"-Farbgebung, die bereits im Regal eine gewisse Ernsthaftigkeit ausstrahlt. Unter der Haube arbeitet der neue "Duality" Kern, ein symmetrischer Kern, der jedoch über die patentierte Technologie verfügt, die wir bereits aus der Trouble-Maker-Serie kennen, um Bohrungen ohne Daumenloch zu optimieren. Mit einem RG von 2.480 und einem Differential von 0.036 (bei 15 lbs) liegt der Motor im niedrigen RG-Bereich, bietet aber ein kontrolliertes Flare-Potenzial. Ummantelt wird dieser Kern vom "Inciter Solid" Coverstock. Trotz der Bezeichnung "Solid" kommt der Ball nicht matt aus der Box, sondern mit einem "500, 1000, 1500 Siaair / Crown Factory Compound" Finish. Diese Kombination aus starkem Cover-Material und glänzender Oberfläche soll für eine interessante Mischung aus Traktion und Länge sorgen.
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zur DV8-Produktpalette positioniert sich der Dark Side Curse als der kontrolliertere, "ruhigere" Partner zum originalen Dark Side (Hybrid). Während Bälle wie der "Crown Victory" oder der "Hater" oft für eine drastische Richtungsänderung am Breakpoint bekannt sind, agiert der Dark Side Curse deutlich sanfter. Er erinnert in seiner Laufcharakteristik an einen klassischen Benchmark-Ball, jedoch mit einem modernen Twist für höhere Rev-Raten. Im Vergleich zum "Attention Star S2 von Roto Grip", der für seine schnelle Responsivität auf Friction bekannt ist, bietet der Curse einen wesentlich runderen Bogen und weniger Zickigkeit bei Überreaktion. Er füllt die Lücke für Spieler, die den Grip eines Solid-Covers benötigen, aber die Energiebewahrung einer polierten Oberfläche suchen, um nicht zu früh in der Front Energie zu verbrennen.
Praktische Anwendung
Das ideale Einsatzgebiet für den Dark Side Curse sind Medium-Öl-Bedingungen und Situationen, in denen die Bahn beginnt, in die Transition-Phase überzugehen. Durch das Compound-Finish gleitet der Ball sauber durch die Fronts, liest aber dank des Inciter Solid Covers die Midlane früh genug, um nicht "out of bounds" zu rutschen. Dies macht ihn zu einer exzellenten Wahl für Zweihänder oder Spieler mit hohen Umdrehungszahlen, die oft Probleme haben, den Ball weit genug die Bahn hinunterzubekommen, ohne dass er zu früh loslegt. Der Ball generiert einen stabilen, kontrollierbaren Hook, der nicht explosionsartig, sondern kontinuierlich durch die Gasse läuft. Dies verbessert das Carry bei unsauberen Treffern erheblich. Wenn die Bahn "fleckig" wird oder zu viel Reibung bietet, dürfte dieser Ball die erste Wahl sein, um die Kontrolle über die Leisten zurückzugewinnen, ohne auf Schlagkraft in den Pins zu verzichten.