Erste Eindrücke
Der Columbia 300 Madness präsentiert sich in einem markanten Farbschema aus Yellow, Black und Bronze und bringt die erfolgreiche HK22-Technologie weiter in das Line-Up der Marke ein. Technisch basiert der Ball auf dem neuen asymmetrischen Craze-Kern, der mit einem RG von 2.495, einem Differential von 0.048 und einem Intermediate Differential von 0.012 (bei 15 lbs) ausgestattet ist. Diese Werte versprechen eine starke Rotation, bleiben aber kontrollierbar. Kombiniert wird dieser Kern mit dem HK22 - ERT Pearl Coverstock. Ab Werk ist die Oberfläche mit 500/1000/1500 Siaair geschliffen und anschließend mit Crown Factory Compound poliert. Diese Hochglanz-Optik signalisiert sofort den Verwendungszweck: Einfaches Gleiten durch die Front und eine blitzschnelle Reaktion auf Friction im Backend ("Skid-Flip").
Vergleichsanalyse
Im direkten Vergleich zum **Columbia 300 Top Speed** (der ebenfalls HK22 nutzt, aber als Hybrid) zeigt der Madness durch seine reine Pearl-Schale mehr Länge und eine noch definiertere Bewegung am Breakpoint. Während der Top Speed die Midlane etwas früher liest, speichert der Madness seine Energie länger. Gegenüber dem **Columbia 300 Cuda PowerCOR Pearl** wirkt der Madness deutlich aggressiver; da der Cuda einen symmetrischen Kern besitzt, rollt er runder, wohingegen der asymmetrische Craze-Kern des Madness für einen steileren Eintrittswinkel in die Gasse sorgt. Vergleicht man ihn mit einem Wettbewerber wie dem **Hammer Black Widow Ghost Pearl**, so bietet der Madness eine vergleichbare Länge, reagiert aber dank der HK22-Basis oft noch einen Tick schneller auf trockene Leisten ("quicker off the spot").
Praktische Anwendung
Der Madness ist der ideale Ball für mittlere Ölverhältnisse und insbesondere für die Phase der Transition, wenn die Bahn beginnt aufzubrechen. Er ist keine Option für schweres Öl, da er dort (Out of Box) zu weit rutschen würde. Seine Stärke liegt darin, Winkel zu öffnen: Wenn Benchmark-Bälle zu früh anlaufen oder "flach" in die Pins treffen, erlaubt der Madness dem Spieler, weiter nach innen zu rücken und den Ball gegen die trockene Außenleiste zu werfen. Er generiert viel "Pop" im Backend und sorgt durch den asymmetrischen Kern für einen hervorragenden Carry, auch wenn der Eintrittswinkel steil gewählt wird.